Award:
Die Shortlist Media-Idee Total Video
Wer hat es geschafft? Die Jury hat entschieden: Diese Media-Kampagnen, Strategien und Nachwuchstalente haben den Sprung auf die Shortlist des Deutschen Mediapreises 2026 gemacht. Am 10. März 2026 wird in der Motorworld München bekannt gegeben, wer die begehrten Kugeln mit nach Hause nimmt.

Foto: W&V
Bewegtbild bewegt – wenn es richtig gemacht ist. In dieser Kategorie stehen Video-Kampagnen auf der Shortlist, die mehr können, als nur Aufmerksamkeit generieren: Sie wecken Emotionen, erzählen Geschichten und treffen dank innovativer Herangehensweise ihre Zielgruppe genau da, wo sie gerade sind.
Die nominierten Cases zeigen, wie vielfältig Video heute sein muss. Sie passen Format, Ansprache und Inszenierung präzise an Kanal und Rezeptionssituation an, greifen aktuelle Entwicklungen auf und nutzen technische Innovationen. Das Ergebnis: Video-Content, der nicht übersprungen wird, sondern wirkt.
Am 10. März 2026 fällt in der Motorworld München die Entscheidung: Wer holt die Kugel? Die Nominierten im Überblick.
Neu in diesem Jahr: Alle Shortlist-Nominierten erhalten eine Präsenz in einer Popup-Gallery auf dem W&V Summit am 11. und 12. März 2026.
Aldi und PHD Germany: "Aldi: Unlocking Adhoc TV"
Aldi ist Preisführer im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Doch Preisführerschaft wirkt nur, wenn sie im Moment der Marktbewegung sichtbar wird. Genau hier stieß das reichweitenstärkste Medium an seine Grenzen: Lineares TV folgt klassischen Planungs- und Produktionslogiken und war bislang zu träge, um auf kurzfristige Preisimpulse reagieren zu können. In einem national hochdynamischen Markt, in dem Eckprodukte wie Butter, Milch oder Eier das gesamte Preisimage prägen und Preise sich teils täglich verändern, verlor TV damit strategisch an Relevanz. Geschwindigkeit wurde zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor – auch in der Massenkommunikation.
Mit Adhoc TV definiert Aldi die Rolle von Fernsehen strategisch neu: TV wird vom langfristig geplanten Reichweitenmedium zum reaktiven Marktinstrument. Die Lösung ermöglicht es erstmals, tagesaktuelle Preisbotschaften innerhalb weniger Stunden zu produzieren und noch am selben Abend national auszustrahlen. So kann Aldi auf Marktbewegungen reagieren, während sie entstehen – mit der Reichweite und Wirkungskraft des linearen Fernsehens. Adhoc TV ist keine einzelne Kampagne, sondern ein skalierbares System: Es verbindet Geschwindigkeit, nationale Reichweite und strategische Relevanz. Fernsehen wird damit zu einem aktiven Bestandteil der Preisführerschaft – nicht im Nachhinein, sondern genau im entscheidenden Moment.
Hornbach und Mediaplus: "Kein Projekt ohne Drama."
Weitere beteiligte Unternehmen: Heimat TBWA¸Weischer.Cinema, Seven.One Entertainment Group, Ad Alliance, Amazon Online Germany, Tempomedia, Canada, Katalyst, Bloom Casting
Im DIY-Markt dominieren perfekte Ergebnisse – doch echte Heimwerker wissen: Der Weg dorthin besteht ab und an aus purem Drama. Aus Rückschlägen, Improvisation, Frust, Scheitern und wieder Aufstehen. Hornbach feiert genau diesen Prozess. Die Kampagne "Kein Projekt ohne Drama" schafft eine emotionale Heimat für alle, die nicht glänzende Insta-Bilder suchen, sondern ehrliche Wertschätzung für das Machen selbst. Daraus entstand eine Kreation, die ein Kurzfilm statt Werbespot ist und so wurde sie auch beworben. Mit Media-Tainment: Jede Maßnahme wurde als Bestandteil einer Entertainment-Kampagne in Szene gesetzt.
So erreicht der Kurzfilm die Zielgruppe nicht als Werbung, sondern als Unterhaltung. Der Kampagnenauftakt startete im Kopf der Menschen: starke, pointierte DIY-Headlines in OoH, Verkehrsmitteln, Ambient, Print, Digital und Social ließen sofort vertraute Szenen entstehen, als Kopfkino. Das Herzstück, ein epischer Kurzfilm, wurde nicht als Werbung positioniert, sondern wie ein echtes Entertainmentformat: auf JOYN, RTL+, Amazon Fire TV und Kino-Webseiten. Eine smarte Architektur aus plattformindividuellen Einstiegen führte die Zielgruppe wie im Filmmarketing direkt zum Kurzfilm und sorgte für hohe Verweildauer. Cutdowns in TV, Online-Video und Social verlängerten das Drama und machten Lust auf mehr. Hornbach verwandelte klassische Media in echtes Media-Tainment – und schuf damit neuen Tatendrang für zukünftige Projekte.
Télefonica Germany und Havas Media Network: "O₂ Moment Domination: Primetime in Realtime"
Weiteres beteiligtes Unternehmen: Serviceplan
Am 4. Dezember um 19:59 Uhr schenkte O₂ allen Kund:innen den Grow-Vorteil als Datengeschenk. Exakt zum Start der Tagesschau tippte CCO Andreas Laukenmann live eine Danke-SMS an alle Kund:innen. Im selben Moment erhielten 5,6 Mio. Menschen ihre persönliche Nachricht mit aktiviertem Grow Daten Boost. Aus einer CRM Funktion wurde ein nationaler Bewegtbild Live-Moment.
Auf ProSieben und erstmals seit über 20 Jahren bei TV Total eröffnete die Botschaft die Show: Zuerst als exklusives Single Placement vor dem Opener, dann als Ritualbruch im Studio. Statt der traditionellen Begrüßung verkündete eine Zuschauerin unser Datengeschenk, begleitet von virtuellem Smartphone Sounds, die die SMS akustisch erlebbar machten. Ein anschließender Cut-In mit Soundeffekt und drei prägnante 6-Sekunden-Bumper verdichteten die Kernbotschaft. Ergänzend liefen Bumper und 30-Sekünder auf Joyn, um den Moment auf Connected Screens zu verlängern.
Auch auf allen anderen großen Sendern und in Social kam man an dem Abend nicht an der Sende- und Empfangssituation vorbei. Damit erreichte O₂ über 6 Millionen Personen im Video Umfeld, eine SMS Öffnungsrate von 95 Prozent, starke Steigerungen in Kundenbindung, GROW Awareness und Markenaffinität. Und das an einem einzigen Bewegtbild-Abend.

