Deutscher Mediapreis 2026:
Shortlist: Media-Idee Retail Media
Wer hat es geschafft? Die Jury hat entschieden: Diese Media-Kampagnen, Strategien und Nachwuchstalente haben den Sprung auf die Shortlist des Deutschen Mediapreises 2026 gemacht. Am 10. März 2026 wird in der Motorworld München bekannt gegeben, wer die begehrten Kugeln mit nach Hause nimmt.

Foto: W&V
In der Kategorie Media-Idee Retail Media stehen Kampagnen auf der Shortlist, die die Lücke zwischen Inspiration und Kaufentscheidung schließen. Sie nutzen den entscheidenden Moment am Point of Sale mit präzisem Targeting, cleveren Produktplatzierungen und messbaren Abverkaufserfolgen.
Die nominierten Cases verbinden Media-Reichweite mit Commerce-Performance und liefern ROI, der sich rechnet.
Am 10. März 2026 fällt in der Motorworld München die Entscheidung: Wer nimmt die begehrte Kugel mit nach Hause? Die Nominierten im Überblick:
Einhell Germany und Obi first Media Group: "Obi x Einhell – Der Akku für noch mehr Marktanteil!"
Die vierwöchige Retail-Media-Kampagne von OBI für das Einhell PXC-Akkusystem steigerte im Frühjahr 2025 Marktanteil, Produktaufrufe und Abverkäufe deutlich. Ziel war es, die Marktführerschaft von Einhell weiter auszubauen und dem Wear-out-Effekt entgegenzuwirken. Mit den "Brand Weeks" und exklusiven Angeboten wurden zusätzliche Kaufanreize geschaffen.
Kern der Kampagne war eine datenbasierte Multichannel-Strategie aus Onsite- und Offsite-Maßnahmen. Getaktete Platzierungen auf den OBI-Plattformen sorgten für hohe Sichtbarkeit, während Offsite eine zweiphasige Strategie aus Awareness und Retargeting umgesetzt wurde. First- und Third-Party-Daten ermöglichten eine präzise Zielgruppenansprache, ergänzt durch einen exklusiven 15Prozent-Coupon für heyOBI-Mitglieder.
Das Retargeting erfolgte unter anderem über Meta und YouTube. Insgesamt zeigte die Kampagne, wie durch datengetriebene Steuerung, attraktive Incentives und kanalübergreifende Präsenz nachhaltige Kaufimpulse erzeugt werden können.
Penny und OMD Germany: "How To Save A Dream with Penny"
Weitere beteiligte Unternehmen: Pion3ers, Ad Alliance
2024 entschied sich Penny zusammen mit Rewe die Zusammenarbeit mit Payback zu beenden und das Thema Kundenbindung in die eigenen Hände zu nehmen. Dank des Fokus auf die eigene App konnte so nicht nur die Hoheit über die wertvollen Kundendaten gewonnen, sondern auch noch besser auf Bedürfnisse der Konsument:innen eingegangen werden. Die Kampagnenidee: Du siehst etwas, das du dir wünschst – und weißt, dass du es dir im Moment nicht ohne Weiteres leisten kannst. Die Psychologie zeigt, dass dieses kurze Gefühl von "Ich will das auch" gehört zu den stärksten psychologischen Triggern, um eine Verhaltensänderung herbeizuführen.
Im Januar, dem Monat der großen Wünsche und leeren Konten, schuf die Kampagne einen neuen Ansatz für lineares Fernsehen. Ein eigens entwickeltes System identifizierte TV-Spots, die Sehnsucht auslösen – bspw. Autos, Reisen & Co – und Penny nutzte erstmalig genau diesen Moment: Die Kampagne hijackte systematisch die Sehnsuchtsmomente anderer Marken und verankert Sparen als realistischen ersten Schritt Richtung Traum.
Samsung und Starcom: "Der Warehouse-Effekt – Wenn Daten zu Umsatz werden"
Weiteres beteiligtes Unternehmen: Publicis Media
Retail Media und E-Commerce wachsen rasant und Amazon ist klarer Marktführer. Das Problem: Verkaufsdaten und Werbedaten werden getrennt betrachtet, sodass wichtige Zusammenhänge fehlen. Dadurch ist die Customer Journey für Werbetreibende schwer nachvollziehbar und es fehlt die Klarheit, wie Bekanntheit (Upper Funnel) und verkaufsorientierte Aktionen (Lower Funnel) gemeinsam zu den wichtigsten Geschäftszielen beitragen.
Um Durchblick zu gewinnen, hat Publicis in Zusammenarbeit mit Amazon die Plattform "Publicis Warehouse" entwickelt - besonders erfolgreich für Samsung. Es handelt sich um die erste Daten- und Aktivierungsplattform, die alle relevanten Amazon-Daten bündelt: Amazon Ads liefert Conversion- und Media KPIs sowie Zielgruppen- und Nutzersignale. Aus der Amazon Marketing Cloud kommen Zeitreihen- und Path-to-Conversion-Daten sowie eigene hochgeladene Kundendaten (Clean-Room-Daten). Die Verkaufsdaten aus Vendor Central runden das Bild ab. Die Darstellung auf Warehouse kann nun auf jede einzelne Produkt-Identifikationsnummer (ASIN) runtergebrochen werden.
So können Zielgruppen automatisch erstellt und Kampagnen über die Amazon DSP und Sponsored Ads mit nur einem Klick aktiviert werden – ganz ohne Programmierkenntnisse. Durch diese integrierte Lösung konnte Samsung alle Werbemaßnahmen direkt mit zentralen Geschäftszielen verknüpfen, was zu effizienterer Werbung, besserer Budgetverteilung und spürbarem Umsatzwachstum auf Amazon führte.