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Apple: Fünf Prognosen für 2023

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Apples wenigversprechendem neuen Jahr und mit erschreckender Stimmen-KI von Microsoft.
© W&V

Apple: Fünf Prognosen für 2023

Das Jahr 2023 steht bei Apple fast komplett im Zeichen seiner ersten Datenbrille. Bloomberg-Experte Mark Gurman fasst seine Prognose so zusammen: "2023 wird das Jahr des Mixed-Reality-Headsets von Apple – und nicht viel mehr." Um das langerwartete Gadget nach siebenjähriger Entwicklung endlich an den Start zu bringen, zieht der US-Konzern Ressourcen aus anderen Bereichen ab und dampft Produktpläne ein, so der meist gut informierte Gurman.

So wird das neue Apple-Jahr

  • Datenbrille Reality Pro: Den ersten Verkaufsstart seiner Brille, die langfristig das iPhone ablösen könnte, hatte Apple bereits für 2019 anvisiert. Zuletzt war die Präsentation für Januar 2023 geplant. Aber auch dieser Termin, so Gurman, ließ sich wegen diverser Hürden bei Hardware, Software und damit verbundener Services nicht halten. Der neueste Zeitplan soll nun final sein: Nachdem erste Entwickler das Gerät bereits begutachten durften, ist die Präsentation der Reality Pro für kommendes Frühjahr vorgesehen – und der Verkaufsstart für Herbst (2023, versteht sich). Der Preis liegt wohl über 2.000 Euro.
  • Brille – und sonst wenig: Wer sich weniger für Augmented/Mixed/Virtual Reality interessiert, muss mit einem überschaubar spannenden Apple-Jahr 2023 rechnen. O-Ton Gurman: "Um den Start der Brille zu ermöglichen, hat Apple Ressourcen aus verschiedenen Hardware- und Softwareentwicklungsabteilungen zusammengezogen. Das hat andere Projekte behindert, von denen einige bereits unter ihren eigenen Verzögerungen und Budgetkürzungen aufgrund des wirtschaftlichen Abschwungs litten. Und es könnte bedeuten, dass Apple in diesem Jahr weniger große Durchbrüche vorweisen kann."
  • Mac: Das MacBook Pro in 14 und 16 Zoll wird im ersten Halbjahr 2023 mit den M2-Chips aktualisiert. Experte Gurman rechnet aber nur mit "marginalen Sprüngen" gegenüber den momentanen M1-Varianten. Der Mac Pro wechselt heuer als letzter Apple-Rechner von Intel auf den M2 – mit einem dicken Wermutstropfen für Profi-Anwender. Denn aufgrund der Architektur des Apple-Chips soll sich der Arbeitsspeicher nach dem Kauf nicht mehr erweitern lassen. Ein größerer iMac als die aktuellen 24 Zoll ist von der Produkt-Roadmap zunächst wieder verschwunden. Noch am spannendsten dürfte ein größeres MacBook Air mit 15 Zoll sein. Ein 12-Zoll-MacBook ist dagegen vorerst nicht in Sicht.
  • iPad: Hier erwartet der Bloomberg-Experte "2023 keine wesentlichen Updates". Ein größeres Apple-Tablet als die aktuell 12,9 Zoll des iPad Pro steht zumindest dieses Jahr nicht auf der Agenda. Und auch mit einer umfassenderen Überarbeitung des iPad Pro rechnet Gurman nicht vor der ersten Hälfte 2024. iPad, iPad mini und iPad Air könnten 2023 allenfalls kleinere Tempo-Updates erhalten, "wenn sie überhaupt kommen".
  • iPhone 15 & Co.: AirPods und Apple TV sollen dieses Jahr nicht aktualisiert werden. Bei der Watch Series 9, so Mark Gurman, soll sich die Hardware "nicht wesentlich ändern". Der große HomePod kehrt demnach ohne signifikante Updates, aber etwas günstiger, zurück. Die Software-Aktualisierungen iOS 17, iPadOS 17 und macOS 14 sollen wegen des Fokus auf die Datenbrille "weniger größere Änderungen als ursprünglich geplant" erhalten. Die Hardware des iPhone 15 könnte laut Gurman "trotzdem beeindruckend sein" – mit der Nachrichtenzentrale "Dynamic Island" für alle vier Modelle, mit Titan- statt Alu-Gehäuse am Pro, mit haptischen Lautstärke-Tasten, mit USB-C – und sicherlich auch mit erneut spürbar verbesserten Kameras.

Das sind die Themen von TechTäglich am 10. Januar 2023:

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach. 

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

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