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Mastodon: Nutzerzahlen sinken schon wieder

Die deutsche Twitter-Alternative Mastodon hat zwar vom Musk-Chaos und vom Rechtsruck des neuen Twitter-Besitzers profitiert. Aber weil das Programm offenbar zu kompliziert ist, gehen die Nutzerzahlen schon wieder zurück.
© W&V

Mastodon: Nutzerzahlen sinken schon wieder

Nach dem Tohuwabohu und dem Rechtsruck, die Neu-Besitzer Elon Musk Ende 2022 bei Twitter angerichtet hat, hat die deutsche Alternative Mastodon zahlreiche neue Nutzer angezogen. Auch wenn kein Massen-Exodus bei Twitter zu beobachten war, sind die Mastodon-Nutzerzahlen spürbar gestiegen – bis zum Höchststand von 2,5 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern Anfang Dezember. Nun geht es beim Netzwerk des Thüringer Entwicklers Eugen Rochko aber schon wieder nach unten. Der Guardian schreibt: "Elon Musk hat mehr als eine Million Menschen zu Mastodon gelockt – aber viele bleiben nicht dort."

Von 2,5 auf 1,5 Millionen

Demnach ist die Zahl aktiver Nutzer in der ersten Januarwoche bereits wieder auf 1,8 Millionen gesunken, und in dieser Woche auf 1,5 Millionen. Offensichtlicher Grund: Für viele Nutzer ist Mastodon mit seinem dezentralen Aufbau und den vielen einzelnen Servern und Instanzen schlichtweg zu kompliziert. Social-Media-Expertin Meg Coffey beschreibt den unbestreitbaren Vorteil von Twitter gegenüber Mastodon so: "Twitter ist in seiner grundlegendsten Form simpel. Man kann eine App oder eine Website öffnen, ein paar Wörter eingeben und fertig. Alle meldeten sich bei Mastodon an und merkten, wie schwer das war. Und dann kamen sie zurück zu Twitter." Auch das schwierige Wiederfinden seiner gewohnten Follower und Gefolgten ist eine große Hürde.

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