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Peloton in Not: Mitarbeiter raus, Preise rauf

Das Fitness-Fahrrad Bike+ kostet jetzt 500 Euro mehr, und das Laufband Tread legt sogar um 1.100 Euro zu. Neben drastischen Preiserhöhungen setzt Peloton auch beim Vertrieb die Axt an.
© W&V

Peloton in Not: Mitarbeiter raus, Preise rauf

Der neue Peloton-Chef Barry McCarthy fegt mit eisernem Besen durch, um den kriselnden US-Sportspezialisten wieder fit zu machen. Wie das Unternehmen aus New York jetzt mitteilte, verlieren 784 Mitarbeiter vor allem aus dem Vertrieb und dem Kundendienst ihre Jobs. Peloton schließt mehrere seiner Lager und Ladengeschäfte, dünnt den Kundenservice aus und erhöht die Preise seiner Geräte deutlich. Details nennt die deutsche Pressemitteilung mit der etwas verharmlosenden Überschrift "Ein Update zur Preisgestaltung von Peloton". Barry McCarthy, ehemaliger Finanzchef von Spotify, der seit Februar als Peloton-CEO die Scherben zusammenkehren soll, erklärt zu den drastischen Maßnahmen: "Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Einnahmen nicht mehr schrumpfen, sondern wieder wachsen. Cash ist Sauerstoff, Sauerstoff ist Leben."

Laufband um 1.100 Euro teurer

Die geschundene Peloton-Aktie, die in den letzten zwölf Monaten um rund 90 Prozent abstürzte, reagierte mit einem Kursplus von 14 Prozent auf die Nachrichten. Das Fahrrad-Flaggschiff Bike+ verteuert sich in Deutschland ab sofort von 1.995 Euro auf 2.495 Euro. Das Laufband Tread legt sogar um 1.100 Euro auf 3.795 Euro zu. Das Einstiegs-Bike bleibt dagegen unverändert bei 1.445 Euro. Und auch das Monatsabo von 39 Euro wird nicht angetastet.

Versand wird ausgelagert

Peloton spricht quasi von einer Rücknahme kürzlich erfolgter Preisreduzierungen: "Im April 2022 haben wir die Preise unserer Produkte gesenkt, um neuen Mitgliedern den Einstieg zu erleichtern. Heute aktualisieren wir die Preise für unsere ausgezeichnete Premium-Hardware." Den Versand seiner Produkte, den Peloton bisher selbst erledigt hatte, will die Firma künftig komplett auslagern. Der von den Kunden sehr geschätzte Aufbau und die Installation der Geräte zuhause dürften sich damit eher nicht verbessern. Bloomberg unkt: "Das Unternehmen räumte ein, dass eine solche Änderung nicht bei allen Käufern auf Gegenliebe stößt, da sich einige darüber beschwert haben, dass die Lieferdienste von Drittanbietern nicht mit dem eigenen Service von Peloton mithalten können."

Das sind die Themen von TechTäglich am 15. August 2022

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