Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Putins MacBook: So altmodisch ist der neue russische Laptop

Die Kreml-nahen russischen Medien feiern den ersten russischen Laptop Bitblaze Titan BM15 als "MacBook-Killer". Doch die Technik erinnert eher an 2012 als an 2022. Und von den Chips gibt es nur Restbestände.
© W&V

Putins MacBook: So altmodisch ist der neue russische Laptop

Weil Computerteile aus den USA, Asien und Westeuropa aufgrund der Sanktionen kaum mehr den Weg nach Russland finden, müssen sich die dortigen Hersteller zunehmend nach Alternativen umschauen. Der PC-Spezialist Bitblaze hat jetzt den ersten Laptop "Made in Russia" vorgestellt. Die Kreml-Medien feiern den Bitblaze Titan BM15 bereits als "MacBook-Killer". Die Technik erinnert allerdings eher an einen Apple-Rechner oder einen Windows-PC aus dem Jahr 2012. Der ARM-basierte Baikal-M-Prozessor stammt vom taiwanesischen Vorlieferanten TSMC – der mittlerweile allerdings ebenfalls nicht mehr nach Russland liefern darf. Ein allzu großer Verlust dürfte das nicht sein. Denn der Baikal M wird noch im 28-Nanometer-Verfahren gefertigt. Apple ist bei seinen aktuellen Chips dagegen bereits bei den drastisch schnelleren fünf Nanometern angekommen. Russische Chipfabriken produzieren derzeit noch im 90-Nanometer-Verfahren.

Grafik aus Samsung-Handy von 2014

Der Grafikchip Mali T628 steckte bereits 2014 im Samsung-Smartphone Galaxy S5. Der Bildschirm schafft laut NotebookCheck nur Full HD, und dem Akku geht nach spätestens fünf Stunden die Puste aus. An diesen Daten zeigt sich, wie abhängig Russland von westlicher Technologie ist, um zeitgemäße Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Eine große Karriere dürfte dem "Putin-MacBook" mit Linux-basiertem Betriebssystem allerdings ohnehin nicht bevorstehen. Hersteller Bitblaze will bis Ende des Jahres zunächst nur eine begrenzte Auflage von 1.000 Laptops zum Stückpreis von rund 1.600 Euro produzieren. Damit sollen Regierung und Wirtschaft ausgestattet werden. Danach sind die Restbestände der veralteten TSMC-Chips aufgebraucht.

Das sind die Themen von TechTäglich am 15. August 2022

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

Neueste Beiträge

Gastbeitrag
WuV Community Icon Das Effizienzparadox: Warum KI die Kreativwirtschaft aufwertet
Generative KI macht die Ausführung kreativer Arbeit zunehmend zur Massenware, wertvoll wird stattdessen die Frage, was überhaupt entstehen soll. Markenexpertin Gemma Vallet erklärt, warum das klassische Stundenhonorar der Agenturen damit an seine Grenzen stößt und wieso gerade Europas kulturelle Vielfalt im KI-Zeitalter zum Wettbewerbsvorteil werden kann.
7 Minuten
Data Clean Rooms
WuV Community Icon YouGov und Decentriq verbinden CRM-Daten mit Marktforschung
YouGov bringt Panel- und Shopper-Daten in das Clean-Room-Netzwerk von Decentriq. Die Partnerschaft soll Research und Aktivierung verbinden. Erste Kampagnen dürften demnächst zeigen, wie gut das gelingt.
6 Minuten
14. Aug 2026
Sonic Branding
WuV Community Icon Wie Motel One in 13 Ländern unverwechselbar klingen soll
EightSix entwickelt für Motel One und dessen Upscale-Lifestyle-Marke The Cloud One ein gemeinsames Klangsystem mit zwei unterschiedlichen Stimmen. Agentur-CCO Shai Caleb Hirschson erklärt, warum Konsistenz dabei nicht Gleichförmigkeit bedeutet.
8 Minuten
14. Aug 2026

Das könnte dich auch interessieren

Jetzt mitmachen
W&V sucht die „AI Leaders 2026“
Wer sind die Pioniere beim intelligenten Einsatz von AI im Marketing? Sag’s uns! - bis zum 07.08.2026. Du kannst dich selbst oder jemand anders vorschlagen.
2 Minuten
24. Jul 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige