Naja, denn der Film ist wie auch schon "The Pube Song" im Comic-Stil gehalten, die tanzenden und singenden Härchen stilisiert und ohne Bezug zum Körper dargestellt. Einerseits behauptet man bei Procter & Gamble, man wolle sich gegen Tabus einsetzen, andererseits wird das eigentliche Thema doch wieder verniedlicht. Bodypositivity ja, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Denn so schön und fröhlich der Film auch ist, die unangenehmen Seiten der Intim- und Haarpflege thematisiert er nicht, wie etwa Rasurbrand, eingewachsene Haare, Stoppeln und natürlich Verletzungen durch unscharfe Klingen.

Wie das besser geht, zeigte Canesten in einer ebenfalls vergangene Woche veröffentlichten Kampagne, die Fotos von Vulven zeigt, um vor allem jungen Menschen mit Vagina Unsicherheiten zu nehmen. Ohne Filter, ohne Zeichnungen und Animationen, mit und ohne Haare.


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Autor: Marina Rößer

hat lange in einem Start-Up gearbeitet, selbst eines gegründet und schreibt für W&V derzeit als Digital Nomad von überall aus der Welt. Sie liebt alles Digitale, gestaltet, fotografiert und kocht aber auch gerne.