Blauer Haken wird kostenpflichtig

Widerstand bei Nutzern gibt es zudem gegen seine Pläne, den begehrten blauen Haken für verifizierte Accounts als Teil eines kostenpflichtigen Abos anzubieten. Musk schrieb dazu: "An alle Nörgler, beschwert Euch bitte weiter, aber es kostet acht Dollar." Abonnenten sollen überdies nur noch die Hälfte der sonst üblichen Werbeeinblendungen zu Gesicht bekommen. Bei Twitter wird den Nutzern Reklame in möglichst personalisierter Form in die Timeline gespielt.

US-Medienberichten zufolge könnte nach der Übernahme rund die Hälfte der Twitter-Beschäftigten ihren Job verlieren. In einer mit "Twitter" unterzeichneten Rundmail an die Belegschaft war in diesem Zusammenhang von einem "herausfordernden Erlebnis" die Rede. Musk feuerte das Top-Management und löste den Verwaltungsrat auf.
In der vorigen Woche hatte bereits Volkswagens US-Rivale General Motors erklärt, seine Werbetätigkeit auf der Plattform zumindest auszusetzen. Ähnlich Schritte sollen der Pharmakonzern Pfizer oder der Lebensmittelriese General Mills unternommen haben.

VW achtet seit einiger Zeit verstärkt auf die Umgebung seiner Online-Werbung. So gab es scharfe Kritik, als ein Fehler in einem automatischen Filterprogramm für das Ausspielen dazu geführt hatte, dass eine Anzeige auf dem rechten US-Nachrichtenportal "Breitbart" landete. Die Aufarbeitung eines als rassistisch empfundenen Videospots auf Instagram nahm der Autobauer zum Anlass, seine internen Vergabeprozesse zu überprüfen. (dpa/st)


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Autor: W&V Redaktion

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