Deutscher Mediapreis 2026:
Shortlist: Media-Idee Werbung im öffentlichen Raum
Wer hat es geschafft? Die Jury hat entschieden: Diese Media-Kampagnen, Strategien und Nachwuchstalente haben den Sprung auf die Shortlist des Deutschen Mediapreises 2026 gemacht. Am 10. März 2026 wird in der Motorworld München bekannt gegeben, wer die begehrten Kugeln mit nach Hause nimmt.

Foto: W&V
Wer hat die Jury überzeugt? In der Kategorie Media-Idee des Jahres Werbung im öffentlichen Raum stehen Cases auf der Shortlist, die Out-of-Home neu definieren. Mit Daten, mutigen Ideen und outside-the-Box-Ansatz.
Die nominierten Kampagnen beweisen, dass es nicht nur um Budget-Größe geht, sondern um die richtige Idee zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Sie nutzen out-of-Home smart, um echten Impact, Gesprächsanlässe oder Markenerlebnisse zu schaffen.
Am 10. März 2026 fällt in der Motorworld München die Entscheidung: Wer nimmt die begehrte Kugel mit nach Hause? Die Nominierten im Überblick:
Initiative Vermisste Kinder und Mediaplus: "Screen2Save"
Weitere beteiligte Unternehmen: Free2move, Serviceplan Group, Plan.Net TechNest, Screenery, Seatback, Layla Group, Tacsy, MMR Media, Doohvolution, Ströer, SevenOne Media, Viewento, Emsu, 86 Tales
Screen2Save ist Deutschlands erste landesweite Media-Initiative zur Suche nach vermissten Kindern. Da Deutschland aufgrund strenger Datenschutzgesetze kein nationales Alarmsystem wie Amber Alert besitzt, entwickelten die Initiative Vermisste Kinder und Free2move ein geo-basiertes Echtzeit-Informationssystem.
Nach polizeilicher Bestätigung werden Vermisstenmeldungen automatisch über digitale Screens in parkenden Free2move-Fahrzeugen, Retail-Mediaflächen in Supermärkten und Social Media ausgespielt – genau dort, wo das Kind zuletzt gesehen wurde. Bei längerer Unauffindbarkeit erweitert sich der Radius dynamisch.
Eine crossmediale Kampagne mit DOOH, CTV, TV-Spots, Influencern und Print sorgte für nationale Reichweite. Ergebnis: Über 9,58 Millionen Menschen werden in 24 Stunden erreicht. Das erste Kind, Kimberly, wurde bereits vier Stunden nach Liveschaltung gefunden.
McDonald's und OMD Germany:"Vom Gate zum Gaumen: Wie Hyperlocal Targeting Storekonvertierung messbar machte"
Weitere beteiligte Unternehmen: TheTradeDesk, OMD Create, Scholz & Friends
McDonald's nutzte für die „Mit Mecces um die Welt"-Kampagne einen innovativen DOOH-Ansatz an deutschen Flughäfen. Mittels Echtzeit-Flugdaten wurden Reisende von den Gates bis zur Gepäckausgabe mit personalisierten Botschaften in ihrer Landessprache und passenden länderspezifischen Produkten begrüßt. Die Strategie zielte darauf ab, die emotionale Verbindung zu Heimat oder Urlaubsland direkt bei der Ankunft zu nutzen.
Das Ergebnis: Durch die Integration von DOOH in den Mediamix konnte die Konvertierung zum Store-Besuch um das 2,5-Fache gesteigert und die Zeit bis zum Restaurant-Besuch um 1,5 Tage verkürzt werden. Der datenbasierte Ansatz ermöglichte zudem eine präzise Messung der Customer Journey vom Werbemittelkontakt bis zum tatsächlichen Store-Besuch.
Zum Dorfkrug und Weischer.OOH "Top of Ranch: Von Neu Wulmstorf an den Times Square"
Weiteres beteiligtes Unternehmen: Pilot Berlin
Zum Dorfkrug, eine norddeutsche Traditionsmarke, launcht ein Ranch Dressing in Deutschland – wo die amerikanische Kultsauce nahezu unbekannt ist. Media-Budget: nur 14.000 Euro.
Die Strategie: Über 100 US-Amerikaner:innen testen blind das Zum Dorfkrug Ranch gegen drei beliebte US-Marken. Das Ergebnis ging klar zugunsten von Dorfkrug aus. 57 Prozent der Tester:innen wählten das deutsche Produkt zum Geschmackssieger. Dann folgte der mutige Schritt, das gesamte Budget in einen DOOH-Screen am Times Square zu stecken mit der provokanten Botschaft: "SORRY, AMERICA! THE BEST TASTING RANCH IS ONLY AVAILABLE IN GERMANY. YET."
Die Rechnung ging auf. Durch den Auftritt in den USA entstand massive Aufmerksamkeit in Deutschland, genau dort also, wo das Produkt verkauft wird. Laut Dorfkrug war es ihr erfolgreichster Produktlaunch ever.
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