Bis zu 250 Millionen Euro weniger durch das Ende der West-Partnerschaft

Das abrupte Ende der Partnerschaft mit dem umstrittenen US-Rapper Kanye "Ye" West reißt allein eine Lücke von bis zu 250 Millionen Euro beim Jahres-Nettogewinn, sagte Ohlmeyer. Da das Geschäft mit den teils sehr hochpreisigen Produkten des Musikers ("Yeezy") im vierten Quartal wegfällt und dieses traditionell zum Jahresabschluss besonders stark ist, rechnet Adidas beim Umsatz jetzt nur noch mit einem um Währungseffekte bereinigten Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Hinzu kämen aber andere Einmaleffekte, die in diesem Jahr besonders zum Tragen gekommen seien und sich auf 500 Millionen Euro im Gesamtjahr summierten - darunter vor allem der Abschied vom Russland-Geschäft.

Einen Umsatzschub im Volumen von 400 Millionen Euro erhofft sich Adidas von der bevorstehenden Fußball-WM in Katar. Das Unternehmen habe rund 100 Fußballer und einen guten Teil der Teams unter Vertrag. "Ich freue mich sehr auf den ersten Anpfiff", sagte Ohlmeyer. "Unsere Produkte werden auf der größten Bühne der Welt omnipräsent sein."

Adidas hatte erst am 20. Oktober vor allem wegen der Probleme in China und der Kaufzurückhaltung infolge der hohen Inflation wieder einmal die Umsatz- und Margenprognosen gesenkt und damit die Aktie auf Talfahrt geschickt. Wenige Tage danach musste das Unternehmen die Partnerschaft mit Kanye West unter anderem wegen antisemitischer Äußerungen des US-Rappers beenden. (rom mit dpa)

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