19. Aug 2026
Lesedauer 7 Min.
Zahl des Monats
36.000 Euro für mangelnde Transparenz
36.000 Euro Bußgeld für eine Influencerin: Der Fall Hanadi Diab zeigt, dass Werbekennzeichnung längst kein formales Detail mehr ist. Mit dem geplanten Digital Fairness Act will die EU irreführendes Marketing stärker regulieren - und so für mehr Vertrauen bei den Verbrauchern sorgen.
36.000 Euro. So hoch ist das Bußgeld, das die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg vor wenigen Wochen gegen die Influencerin Hanadi Diab verhängt hat. Es ist nach Angaben der Behörde das bislang höchste Bußgeld, das sie gegen einen Influencer oder eine Influencerin ausgesprochen hat.
Der Vorwurf: Mehrere bezahlte Kooperationen in Instagram-Stories seien gar nicht oder nicht ausreichend sichtbar als Werbung gekennzeichnet gewesen. Diab widerspricht der Darstellung und erklärt, ihre Kooperationen gekennzeichnet zu haben. Die Behörde bewertete unter anderem Schriftgröße, Kontrast und Platzierung der Hinweise jedoch als unzureichend.