Curious Company
Eine Digitalagentur vermietet ihre Erfolgscases
Monatelang entwickeln, einmal abrechnen. Dieses klassische Agenturprinzip will die Digitalagentur Curious Company durch die mehrfache Vermarktung der technischen Basis erfolgreicher Projekte künftig aufbrechen.
Neu ist das Grundprinzip nicht: Agenturen und Beratungen versuchen schon länger, wiederholbare Leistungen zu standardisieren und als Software oder Abo zu verkaufen. Curious überträgt diesen Ansatz nun auf frühere Individualentwicklungen und macht deren technische Basis zu wiederverwendbaren Modulen.
Unter dem Namen Catalyst bietet die Hamburger Agentur sieben bestehende Module im Abo an. Die Preise beginnen bei 490 Euro monatlich plus Setup. Nach Angaben des Unternehmens liegen die Kosten teilweise bei nur einem Zehntel einer individuellen Neuentwicklung. Sieben Kunden nutzen das Modell bereits.
Im W&V-Interview erklärt Gründer und Geschäftsführer Henning Westerwelle, warum Curious das klassische Projektgeschäft um Software-as-a-Service erweitert, wo die Grenze zur individuellen Agenturleistung verläuft und wem eigentlich Ideen, Code und Mechaniken gehören, wenn die ursprüngliche Entwicklung von einem Kunden finanziert wurde.