Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Adidas: So funktioniert der vernetzte EM-2024-Ball

Mit dem neuen Adidas-Ball "Fußballliebe" kommt 2024 bei der EM in Deutschland erstmals ein vernetzter Ball zum Einsatz. Er ermöglicht noch genauere Schiedsrichter-Entscheidungen und versorgt die Fans mit spannenden Daten.
© W&V

Fußballliebe – das ist auch international der romantische Name des offiziellen Balls der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland, den die UEFA und Adidas jetzt in Berlin vorgestellt haben. Im PR-Text von Adidas heißt es branchenüblich: "Das Design des Balls ist von der Freude am Fußball und der Energie des Turniers inspiriert. Und er wurde mit verbesserten Prägerillen für mehr Präzision im Spiel entwickelt." Eine griffigere Polyurethan-Oberfläche soll noch genaueres Passen und Schießen ermöglichen. Richtig spannend ist allerdings vor allem die vernetzte Technik, die sich im Inneren des Balls versteckt.

Technologie aus München

Denn erstmals überhaupt kommt bei einer Fußball-EM die "Connected Ball Technology" von Adidas zum Einsatz, die in Echtzeit Daten zur Position und zu den Bewegungen des Balls liefert. Das soll den Offiziellen noch genauere Entscheidungen zu Abseits oder zu Tor/Nicht Tor ermöglichen – sowie für Fernsehsender und Fans noch spannendere Statistiken bieten. Adidas-Partner Kinexon aus München erklärt, wie das Ball-Tracking funktioniert.

Die 5 Geheimnisse des vernetzten Fußballs

  1. Ballsensor: Im Inneren des Spielballs ist ein 14 Gramm leichter Sensor integriert, der eine inertiale Messeinheit (IMU) sowie einen Ultrabreitbandsensor (UWB) vereint.
  2. Antennen: Zwischen 12 und 24 Netzwerk-Antennen (alias "Anker") werden rund um das Spielfeld fest installiert und verkabelt.
  3. Übertragung: Der Ultrabreitbandsensor im Ball sendet via dreidimensionaler Messung bis zu 400 Mal pro Sekunde zentimetergenaue Standortdaten des Balls.
  4. Prozessor: Über die Antennen werden die Daten an den Prozessor geleitet. Dieser berechnet binnen 20 Millisekunden Metriken wie Geschwindigkeit, Passlängen etc. und erkennt Ereignisse wie Schüsse oder Pässe.
  5. Vorteile: Der große Vorteil eines im Ball integrierten Sensors im Vergleich zu Kameras am Spielfeld ist die Datenqualität. Denn: Störfaktoren, wie sie das optische Tracking beeinflussen, gibt es beim Sensor nicht. Ein zweiter Vorteil ist die geringe Verzögerung von nur 20 Millisekunden. Für das menschliche Auge bedeutet das: Echtzeit und live.

Alle TechTäglich-Meldungen sind im Tech-Channel von W&V zu finden.

Neueste Beiträge

Interview
WuV Community Icon Darum landen viele Agenturen beim KI-Rollout im Chaos
KI-Tools gehören inzwischen zum Agenturalltag. Trotzdem bleibt der Produktivitätsschub oft aus. Tobias Hagenau erklärt, warum kulturelle und technische Hürden den KI-Rollout bremsen.
8 Minuten
14. Jul 2026
Brand Diagnostics
WuV Community Icon Warum das Döner Croissant von Lidl so wahnsinnig erfolgreich war
Seit einem Jahr setzt Lidl mit einem eigenen Team auf das Thema Talkability und will damit im Gespräch der relevanten Community sein. Ob das gelingt und wie der Discounter das misst, haben die Verantwortlichen auf der CMCX in Köln verraten.
4 Minuten
14. Jul 2026
Halleluja Sauna
WuV Community Icon Wie drei Brüder ihre Schreinerei zur Millionenmarke machten
Aus einer Schreinerei mit 500.000 Euro Umsatz bauten drei Brüder die bekannte Saunamarke „Halleluja“. Im W&V-Interview erklärt Geschäftsführer Simon Bauer, wie Werbung, Vertrieb und KI das Wachstum antreiben.
9 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Audioproduktionen
WuV Community Icon Warum KI-Stimmen jetzt in den Deepfake-Check müssen
Ab August verlangt der EU AI Act mehr Transparenz bei Deepfakes und bestimmten KI-generierten Inhalten. RMS-CEO Stefan Mölling erklärt im W&V-Interview, was das für KI-Stimmen in Audiospots bedeutet.
9 Minuten
TechTäglich
Apple: Das sind die Pläne für 2023
Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den Apple-Plänen 2023 und dem Besten zum Fest für die Kategorie "Fitness und Gesundheit".
4 Minuten
24. Nov 2022
Prozesschaos
WuV Community Icon Wie schlechte Prozesse das Marketing ausbremsen
Eine Allgeier-inovar-Studie zeigt, wie teuer ineffiziente Abläufe werden: Jeder dritte Beschäftigte verliert rechnerisch bis zu 28 Arbeitstage im Jahr. Im Interview erklärt Marketingleiter Boris Wöhlecke, warum KI allein daran wenig ändert.
8 Minuten
22. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige