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Apple: Mitarbeiter haben Angst vor Brillen-Flop

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit immer mehr Bedenken zu Apples VR-Brille und mit dem verrücktesten Plattenspieler der Welt.
© W&V

Apple: Mitarbeiter haben Angst vor Brillen-Flop

Um Himmels Brillen! Vor dem mutmaßlichen Start von Apples Datenbrille "Reality Pro" auf der Entwicklermesse WWDC im Juni häufen sich die kritischen Stimmen aus dem US-Unternehmen. Die New York Times berichtet über spürbare Skepsis von Apple-Angestellten gegenüber dem Projekt. Die Rede ist von "einer Lösung, die auf der Suche nach dem Problem ist". Sprich: Die Kritiker können den Einsatzzweck des mutmaßlich über 3.000 Euro teuren Gadgets noch nicht erkennen, von dem Apple im ersten Jahr nur einen Absatz von bescheidenen einer Million Stück erwartet. Einige Mitarbeiter sollen die Brillen-Teams demnach verlassen haben, weil sie nicht überzeugt sind, dass das Produkt für Kunden interessant ist.

Gegen den Rat der Designer

Bereits zuvor war bekannt geworden (W&V berichtete), dass Apple-Designer und Ingenieure empfohlen hatten, mit dem Start zu warten, bis eine Augmented-Reality-Brille serienreif ist, die die Nutzer bequem im Alltag tragen können. Die Führung um CEO Tim Cook soll die kommende wuchtige und geschlossene Brille aber durchgedrückt haben – auch, um den Erwartungen der ungeduldigen Börse gerecht zu werden.

Präsentation für Apples Top 100

Wie Bloombergs Mark Gurman berichtet, sollen die Top 100 der Apple-Führungsebene letzte Woche im hauseigenen Steve Jobs Theater in der Konzernzentrale in Cupertino eine exklusive Vorführung der Brille erhalten haben. Die bisher größte Apple-interne Präsentation sollte die Managerinnen und Manager offenbar von dem Projekt überzeugen, dessen Erfolgsaussichten zumindest kurz- und mittelfristig fraglich sind. Gurman schreibt dazu: "Apples Vorstoß in Mixed Reality wird sich erst in einigen Jahren auszahlen." Cook & Co. hoffen offenbar auf eine Entwicklung wie bei der Apple Watch, die erst nach einem bescheidenen Start zum Erfolg wurde.

Schwierige Startvoraussetzungen

Auch Experte Gurman klingt überschaubar begeistert, wenn er die Startvoraussetzungen für die Reality Pro zusammenfasst: "Das Gerät wird zu einem Preis von etwa 3.000 Dollar auf den Markt kommen, keine eindeutige Killer-App haben, einen externen Akku benötigen, der alle paar Stunden ausgetauscht werden muss, und ein Design haben, das einige Tester als unbequem empfunden haben. Außerdem wird es wahrscheinlich mit begrenzten Medieninhalten erscheinen."

Das sind die Themen von TechTäglich am 27. März 2023:

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