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Apple und Google: Gemeinsam gegen Stalker

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Apple und Google auf Stalker-Jagd und mit der ersten KI-Bierwerbung.
© W&V

Apple und Google: Gemeinsam gegen Stalker

Apples 2021 gestartete AirTags (ab ca. 32 Euro) sind nützlich, um verlegte Schlüssel, Geldbörsen oder Brillenetuis wiederzufinden. Das klappt daheim in der Sofaritze ebenso wie irgendwo auf der Welt mit verschollenem Reisegepäck. Denn sobald sich ein beliebiger Apple-Nutzer nähert, nimmt der AirTag im Koffer per Bluetooth mit dessen Gerät Kontakt auf – und meldet mit Apples "Wo ist?"-App seinen Standort. Die kleinen Chips sind aber als reiner "Sachen-Finder" gedacht – und nicht, um andere Menschen zu überwachen und zu stalken. Weil es immer häufiger passiert, dass in Beziehungen ein AirTag beispielsweise in eine Handtasche geschmuggelt wird, haben sich Apple und Google jetzt zu einer Allianz gegen unerwünschtes Tracking zusammengeschlossen.

Auch Wettbewerber wie Samsung sind dabei

Die US-Riesen haben einen gemeinsamen Vorschlag für einen Industriestandard vorgelegt, der Stalking mit AirTags und ähnlichen Geräten anderer Firmen ein für allemal verhindern soll. Wettbewerber wie Samsung, Tile, Chipolo, eufy Security und Pebblebee haben bereits ihre Unterstützung für den Standard zugesagt. Während Apple mit seinen Anti-Stalking-Maßnahmen bisher auf seine eigenen Geräte beschränkt war, sollen Nutzerinnen und Nutzer von iOS und Android künftig plattformübergreifend vor Stalking gewarnt werden – mit Funktionen, die fest in die Betriebssysteme integriert sind.

Weniger Belastung für potenzielle Opfer

Die Fertigstellung des Standards ist für Ende 2023 vorgesehen. In iOS und Android dürften die Funktionen dann 2024 landen. Die US-Initiative NNEDV gegen häusliche Gewalt begrüßt die gemeinsamen Maßnahmen der großen Hersteller gegen Stalking. Direktorin Erica Olsen: "Diese neuen Standards werden die Möglichkeiten des Missbrauchs dieser Technologie minimieren und die Belastung potenzieller Opfer beim Aufspüren unerwünschter Tracker verringern."

Das sind die Themen von TechTäglich am 3. Mai 2023:

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