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Eingeigelt: Sonic-Erfinder droht Gefängnis

Segas blauer Igel Sonic flitzt seit über dreißig Jahren pfeilschnell durch kunterbunte Landschaften. Seinem Erfinder Yuji Naka droht demnächst eine wesentlich engere Umgebung – mit jahrelanger Haft wegen Insiderhandel.
© W&V

Eingeigelt: Sonic-Erfinder droht Gefängnis

Anfang der 90er Jahre schrieb Yuji Naka Videospiele-Geschichte. Er erfand für Sega "Sonic, the Hedgehog". Der pfeilschnelle blaue Igel wurde zum Maskottchen des japanischen Spielekonzerns und war zeitweise erfolgreicher als Nintendos Super Mario. 2006 verließ Naka Sega, gründete zunächst mit überschaubarem Erfolg sein eigenes Studio und arbeitete ab 2016 für den japanischen Spieleriesen Square Enix. Aus dieser Zusammenarbeit gründen auch die Vorwürfe, die den 57-Jährigen jetzt bis zu zweieinhalb Jahre ins Gefängnis bringen könnten. Die japanischen Behörden werfen ihm und zwei ehemaligen Mitarbeitern Insiderhandel und "unfaire Profite" vor.

Knast – und Millionen-Geldstrafe

Das Trio soll Aktien der Spieleentwickler Aiming und Ateam gekauft haben – in dem geheimen Wissen, dass die beiden Studios an den Mobilspielen "Dragon Quest Tact" und "Final Fantasy VII: The First Soldier" arbeiten. Nach der Bekanntgabe der beiden erfolgversprechenden Projekte stieg naturgemäß der Aktienkurs der beiden Studios, und Naka & Co. wollten ihre Anteile gewinnträchtig verkaufen. Das genaue Strafmaß wird am 7. Juli verkündet. Zusätzlich zur Haft droht Naka eine Geldstrafe von umgerechnet rund 1,15 Millionen Euro.

Das sind die Themen von TechTäglich am 2. Juni 2023:

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