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Fairphone 5: So will das Öko-Handy die Welt besser machen

Üblicherweise erhalten Android-Handys zwei bis drei Jahre Sicherheitsupdates, danach ist Schluss. Apple versorgt seine iPhones vier bis fünf Jahre mit frischen iOS-Versionen. Öko-Pionier Fairphone will jetzt ganz neue Maßstäbe setzen.
© W&V

Da waren die Holländer schneller: Bereits zwei Wochen vor dem Start von Apples iPhone 15 haben die Öko-Pioniere aus Amsterdam ihr Fairphone 5 vorgestellt – das "faire" und umweltschonende Smartphone, das die Welt wieder ein Stück besser machen soll. Im Vergleich zum Vorgänger Fairphone 4 ist das neue Modell noch modularer aufgebaut.

Bei Defekten können Nutzer nun sogar zehn Bestandteile vom Bildschirm übers Mikrofon bis zum USB-C-Anschluss selbst auswechseln. Die Rückkamera ist jetzt zweigeteilt, Hauptkamera und Superweitwinkelkamera lassen sich deshalb separat tauschen. Das soll so einfach funktionieren, dass auch einigermaßen versierte Laien diese Mini-OPs vornehmen können. Reparieren statt wegwerfen – das bleibt das Motto des Fairphone.

Rekord mit zehn Jahren Updates

So können die Holländer guten Gewissens behaupten: "Das Fairphone 5 ist unser bisher nachhaltigstes Smartphone." Dazu passen Software-Updates, wie es sie bei einem Handy noch nie gab: Der Hersteller verspricht mindestens acht Jahre Sicherheits-Aktualisierungen für das Android-Betriebssystem. Angestrebt wird sogar eine Versorgung bis 2033. Niemand soll mehr gezwungen sein, sich ein neues Smartphone zuzulegen, weil die Android-Software unsicher geworden ist. Möglich macht das ein neuartiger Qualcomm-Prozessor, der eigentlich für Smarthome-Geräte gedacht ist.

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Rohstoffe aus Recycling und fair betriebenen Minen

Trotz der modularen Bauweise hat Fairphone die Wasserfestigkeit auf Schutzklasse IP55 erhöht. Ansonsten ist gute Mittelklasse-Technik mit 6,46 Zoll großem OLED-Bildschirm, Fingerabdrucksensor und zwei 50-MP-Kameras auf der Rückseite verbaut. Der Speicher lässt sich per SD-Karte erweitern, der Akku ist wechselbar – zwei beliebte Funktionen, die es bei Samsung, Apple & Co. längst nicht mehr gibt. 70 Prozent der wichtigsten Rohstoffe stammen aus Recycling oder aus fair betriebenen Minen. Das Fairphone 5 kostet 699 Euro. Der Vorgänger Fairphone 4 bleibt für 529 Euro im Angebot.

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