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Lesedauer 2 Min.

Immer mehr Telefon-Betrug mit KI-Stimmen

Wenn der angebliche Enkel bei Oma anruft und dringend um Geld bittet, ist immer häufiger Betrug im Spiel. Kriminelle setzen auf Künstliche Intelligenz, um ihre Opfer zu schröpfen. Wie die schlimme Masche läuft, was dich warnen sollte.
© W&V

Künstliche Intelligenz wird nicht immer sinnvoll genutzt. Das zeigt eine neue Sicherheits-Studie aus den USA mit erschreckenden Ergebnissen: Immer mehr Kriminelle nutzen das Telefon bzw. Smartphone für Betrügereien mit KI-Sprachmodellen.

Mithilfe der KI ahmen die Täter Stimmen von Bekannten der Opfer nach. Dabei hört das angerufene Opfer eine wohlvertraute Sprachmelodie. Selbst die Betonung bekommen die Kriminellen dank KI-Tools meist täuschend echt hin. Viele Sprachschnipsel besorgen sie sich vorher auf Plattformen wie Instagram-Stories.

Im "Gespräch" drücken die Gangster den Angerufenen Verträge auf oder bringen sie zu einer Geldüberweisung. Das klappt hervorragend, wie Zahlen aus der Studie zeigen: Allein 2022 wurde mit KI-Stimmen-Betrug ein Betrag von rund 2,6 Milliarden US-Dollar erbeutet. Fast ein Drittel der Opfer fällt auf den KI-Trick herein, ermittelte die Studie.

Mitleid mit dem "Anrufer" ist ein großes Plus, um Opfer zu schröpfen. Selbst die US-Handelsbehörde schlägt schon Alarm. Die Sicherheitsforscher der aktuellen Studie warnen, man solle bei Anrufen im KI-Zeitalter generell nicht mehr gutgläubig sein, sondern gerade Forderungen nach Geld mehrfach auf anderen Wegen gegenchecken. Bei heiklen Geldanliegen könnten Familien und Verwandte auch ein Codewort vereinbaren.

Merke, liebe Oma: Nicht immer ist der Enkel, der dringend 5000 Euro braucht, dein Enkel… Oft eben leider ein EnKIl.  

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