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Musikmarkt: Streaming dominiert, Vinyl dreht weiter auf

Knapp drei Viertel des Musikumsatzes in Deutschland stammen mittlerweile aus dem Streaming. Bei iTunes & Co. lädt kaum mehr jemand Songs und Alben. Dagegen boomt Vinyl weiter.
© W&V

Musikmarkt: Streaming dominiert, Vinyl dreht weiter auf

Streamingangebote wie Spotify oder Apple Music dominieren den Musikmarkt in Deutschland mehr denn je. Laut der neuesten Zahlen des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) lag der Streaminganteil am Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2022 bei 73,3 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 70,6 Prozent. Die klassischen Musik-Downloads, bei denen die Kunden einzelne Songs oder Alben bei iTunes & Co. kaufen, fielen dagegen von 3,3 Prozent auf 2,4 Prozent zurück und spielen eine immer geringere Rolle. Der Umsatzanteil digitaler Musikverkäufe stieg im Vorjahresvergleich von 78,6 Prozent auf 80,2 Prozent.

Gesamtumsatz bei knapp einer Milliarde Euro

Im physischen Bereich ist die CD mit einem Minus von 14,5 Prozent auf 12,8 Prozent Umsatzanteil zwar weiter auf dem Rückzug, allerdings hat sich die Talfahrt deutlich verlangsamt. Das boomende Vinyl legte von 5,9 Prozent auf 6,2 Prozent weiter zu. Die Retro-Scheiben bringen mittlerweile knapp halb so viel Umsatz wie die CD. Insgesamt hat die Musikindustrie in Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 967 Millionen Euro umgesetzt, ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. BVMI-Chef Florian Drücke zeigt sich vor allem angesichts der Erfolgssegmente Streaming und Vinyl zufrieden: "Weiteres Wachstum im ersten Halbjahr 2022 ist in der aktuellen Situation eine sehr gute Nachricht."

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