Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Netflix: Das steckt hinter den 150 Entlassungen

Bei Netflix sinkt zum ersten Mal seit 2011 die Zahl der Kunden. Und das zweite Quartal 2022 soll noch deutlichere Rückgänge bringen. Nun reagiert der Streamingdienst mit Entlassungen.
© W&V

Im April musste Netflix wenig erfreuliche Zahlen verkünden. Im ersten Quartal 2022 kamen dem Streamingdienst rund 200.000 Abonnenten abhanden – der erste Rückgang der Nutzerzahlen seit Oktober 2011 (W&V berichtete). Und das dicke Ende steht wohl erst noch bevor. Denn fürs zweite Quartal rechnet Netflix mit einem noch deutlich größeren Rückgang um weitere zwei Millionen Kunden. Die US-Firma macht dafür unter anderem die Inflation nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine sowie den steigenden Konkurrenzdruck verantwortlich. Nun spürt die Belegschaft die Konsequenzen. Netflix hat die Entlassung von 150 Mitarbeitern vor allem in den USA angekündigt, so die New York Times.

2 Prozent des Personals müssen gehen

Das entspricht rund 2 Prozent des gesamten Personals. Betroffen sind unter anderem Mitarbeiter im Marketing sowie Angestellte, die sich um die erst 2021 gestartete Fan-Website Tudum gekümmert haben. "Unser verlangsamtes Umsatzwachstum bedeutet, dass wir auch unser Kostenwachstum verlangsamen müssen", heißt es in einer Erklärung von Netflix – das von einer schwierigen Entscheidung spricht, "da sich niemand von uns von so tollen Kollegen verabschieden möchte". Noch in diesem Jahr erwarten Experten einen weiteren Personalabbau.

Weiterhin 17 Milliarden Dollar im Jahr für frischen Content

An den Investitionen von jährlich rund 17 Milliarden Dollar für neue Serien und Filme soll dagegen nicht gerüttelt werden. Aktuell kommt Netflix weltweit immer noch auf 221,6 Millionen bezahlte Abos. Um neue Einnahmen zu generieren, plant der Marktführer noch für 2022 ein günstigeres Abo mit Werbung sowie Maßnahmen gegen das kostenlose Zuschauen, wenn Kunden ihr Passwort teilen. Der US-Dienst geht davon aus, dass etwa 100 Millionen Menschen weltweit so ein "0-Euro-Abo" nutzen.

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

Neueste Beiträge

Qualität ≠ Wirkung
WuV Community Icon Wie Premiuminventar heute Wirkung beweisen kann
Premium-Publisher leben von dem Versprechen, mehr zu bieten als bloße Reichweite. Für Werbetreibende zählt heute aber insbesondere, ob sich dieser Qualitätsanspruch auch in Aufmerksamkeit, Markenwirkung und Performance-Daten niederschlägt. Im Interview erklärt Maik Rogge, COO & stellvertretender Geschäftsführer iq digital, wie sich journalistische Umfelder messen lassen, welche Publisher-Signale tatsächlich hilfreich sind und wo Programmatic, Contextual Targeting und KI an die Grenzen der Qualitätsversprechen stoßen. 
6 Minuten
Sleep-Tech-Marketing
WuV Community Icon 3.600 Euro, Abo, kein Store: Eight Sleeps Wette auf Deutschland
Deutschland ist für Eight Sleep nach eigenen Angaben der wichtigste Markt in Kontinentaleuropa. Das US-Unternehmen setzt hierzulande auf Podcasts, Spitzensport und eine Software, die möglichst unauffällig im Hintergrund arbeitet. Wie die Strategie funktioniert und was unabhängige Forschung über die Wirkung sagt.
10 Minuten
28. Aug 2026
Gaming-Marketing
WuV Community Icon Nicht Sponsor, sondern Teil des Spiels: Wie Das Handwerk Fortnite nutzt
Nach mehr als 350.000 Twitch-Zuschauern für sein Minecraft-Projekt und über 10.000 Android-Downloads für eine eigene App geht Das Handwerk nun auf Fortnite. Mike Schleiermacher von CarlNann erklärt, wann Marken im Gaming relevant werden und warum Reichweite und Spielzeit noch keinen Kommunikationserfolg belegen.
7 Minuten
28. Aug 2026

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Vom digitalen Schaufenster zum AI Sales Consultant: Wie KI die Website neu definiert
Warum Marken und Agenturen Websites jetzt vom Content-Kanal zum intelligenten Beratungsraum weiterentwickeln müssen.
7 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige