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Netflix-GEZ: Plötzlich steigen die Abo-Zahlen

Netflix soll nach dem Verbot des Passwort-Teilens in den USA höhere Abo-Zuwächse als während des Corona-Streaming-Booms verzeichnet haben. Ob das stimmt, zeigen erst die offiziellen Zahlen im Juli.
© W&V

Netflix-GEZ: Plötzlich steigen die Abo-Zahlen

Es geschehen noch Zeichen und Wunder – zumindest bei Netflix. Während mehrere Länder, in denen der US-Streamer seine "Netflix-GEZ" eingeführt hat, Kündigungen und Widerstand der Kunden melden, sollen die Abo-Zahlen in den USA zuletzt deutlich gestiegen sein. Das melden zumindest die Analysten von Antenna, die auf die Verwaltung von Abo-Daten spezialisiert sind. The Verge spricht bereits von einer "schockierenden Wende bei den Netflix-Abonnements". Demnach hat Netflix in den USA in den letzten zwei Monaten im Schnitt jeden Tag 73.000 neue Kundinnen und Kunden dazu gewonnen. Das wären die höchsten Zuwächse seit viereinhalb Jahren – und sogar mehr als während des Corona-Streaming-Booms.

Passwort-Teilen kostet 7,99 Dollar extra

Am 26. und 27. Mai, kurz nach der Einführung des Sharing-Verbots, sollen es sogar jeweils rund 100.000 Neukunden pro Tag gewesen sein. Dass zumindest die US-Nutzer, die nicht mehr per Huckepack-Abo gratis bei Familie, Freunden oder Kollegen zuschauen dürfen, nun eigene Abos abschließen, käme überraschend, ist aber nicht undenkbar. Genau das hatte sich der Streamingdienst erwartet, wenn er weltweit bis zu 100 Millionen Trittbrettfahrer nach und nach vom "Schwarzsehen" ausschließt. Netto soll Netflix in den USA, wo das Passwort-Teilen jetzt 7,99 Dollar extra kostet, nach dem Start der Maßnahmen trotz vieler Kündigungen sogar Nutzerinnen und Nutzer dazugewonnen haben. Eigene und offizielle Zahlen zum zweiten Quartal verrät Netflix im Juli.

Das sind die Themen von TechTäglich am 12. Juni 2023:

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