Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Neue KI-Zaubereien: Bierwerbung – und die Beatles

Ein 90-Sekunden-Trailer für einen Kinofilm im Stil von "Moulin Rouge" und die erste KI-Bierwerbung – beide sind rein durch Text-zu-Video-Eingaben entstanden. Ergebnis sind Millionen von Klicks. Und die Beatles singen dazu.
© W&V

Neue KI-Zaubereien: Bierwerbung – und die Beatles

Die rasend schnellen Fortschritte von KI-Anwendungen sind faszinierend und erschreckend zugleich. Während vor Kurzem noch die Rede davon war, dass "Text to Video"-Lösungen mittlerweile in der Lage sind, nur per Texteingabe kleinere Clips zu erstellen, ist im Netz jetzt ein 90-Sekunden-Trailer für den fiktiven KI-Kinofilm "The Great Catsby" im Stil von "Moulin Rouge" und Regisseur Baz Luhrmann zu bestaunen. Die erste KI-generierte Bierwerbung klickt ebenfalls millionenfach. Und Beach-Boys-Klassiker klingen plötzlich, als hätten die Beatles sie eingespielt.

Echte Kino-Atmosphäre aus Texteingaben

"Der große Catsby" mit einem fetten weißen Kater als Helden stammt vom deutschen Filmemacher Christian Fleischer, der damit allein auf Twitter bisher rund 7 Millionen Klicks eingesammelt hat. Der Trailer entstand überwiegend mit der zweiten Generation des KI-Videotools Runway aus Texteingaben. ChatGPT ist "Co-Autor" des Scripts, und auch die Stimme des Sprechers stammt aus künstlicher Intelligenz. Der aufwändige Clip fasziniert durch seine Kino-Atmosphäre, auch wenn an allen Ecken und Enden noch KI-Fehler zu entdecken sind. Doch die dürften die Werkzeuge bereits in den nächsten Monaten ablegen.

Bierwerbung als LSD-Trip

Fleischer schreibt zu seinem Werk: "Die Videoqualität ist noch nicht so gut, vor allem bei schnell bewegten Bildern. Aber Sie können sich vorstellen, wie das in 3 bis 6 Monaten aussehen könnte!!! Bald wird es möglich sein, alles in bewegten Bildern festzuhalten, ohne überhaupt eine Kamera zu benutzen." Ähnliche Fehler zeigt auch die KI-Bierwerbung, die am Ende in einen regelrechten LSD-Trip mit verformten Körperteilen und skurrilen Flaschen wie von Salvador Dali abgleitet. Sie zeigt trotzdem, was bald möglich sein wird – ebenso wie Youtuber Dae Lims, der Beach-Boys-Hits wie "God only knows" jetzt von den KI-Beatles singen lässt. Und mehr nach Paul McCartney hat sich Paul McCartney nie angehört.

Neueste Beiträge

Interview
WuV Community Icon Darum landen viele Agenturen beim KI-Rollout im Chaos
KI-Tools gehören inzwischen zum Agenturalltag. Trotzdem bleibt der Produktivitätsschub oft aus. Tobias Hagenau erklärt, warum kulturelle und technische Hürden den KI-Rollout bremsen.
8 Minuten
14. Jul 2026
Brand Diagnostics
WuV Community Icon Warum das Döner Croissant von Lidl so wahnsinnig erfolgreich war
Seit einem Jahr setzt Lidl mit einem eigenen Team auf das Thema Talkability und will damit im Gespräch der relevanten Community sein. Ob das gelingt und wie der Discounter das misst, haben die Verantwortlichen auf der CMCX in Köln verraten.
4 Minuten
14. Jul 2026
Halleluja Sauna
WuV Community Icon Wie drei Brüder ihre Schreinerei zur Millionenmarke machten
Aus einer Schreinerei mit 500.000 Euro Umsatz bauten drei Brüder die bekannte Saunamarke „Halleluja“. Im W&V-Interview erklärt Geschäftsführer Simon Bauer, wie Werbung, Vertrieb und KI das Wachstum antreiben.
9 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Audioproduktionen
WuV Community Icon Warum KI-Stimmen jetzt in den Deepfake-Check müssen
Ab August verlangt der EU AI Act mehr Transparenz bei Deepfakes und bestimmten KI-generierten Inhalten. RMS-CEO Stefan Mölling erklärt im W&V-Interview, was das für KI-Stimmen in Audiospots bedeutet.
9 Minuten
TechTäglich
Apple: Das sind die Pläne für 2023
Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den Apple-Plänen 2023 und dem Besten zum Fest für die Kategorie "Fitness und Gesundheit".
4 Minuten
24. Nov 2022
Prozesschaos
WuV Community Icon Wie schlechte Prozesse das Marketing ausbremsen
Eine Allgeier-inovar-Studie zeigt, wie teuer ineffiziente Abläufe werden: Jeder dritte Beschäftigte verliert rechnerisch bis zu 28 Arbeitstage im Jahr. Im Interview erklärt Marketingleiter Boris Wöhlecke, warum KI allein daran wenig ändert.
8 Minuten
22. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige