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Pech für Hacker: Apple schickt das iPhone in den Lockdown

Vor dem Mittagessen die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit dem iPhone-Lockdown gegen Hacker und mit dem Deutschen Tiktok-Meister FC Bayern.
© W&V

Pech für Hacker: Apple schickt das iPhone in den Lockdown

Apple-Nutzer sind ohnehin relativ gut vor Hackerangriffen geschützt. Die Sicherheitsmaßnahmen für iPhone, iPad oder Mac gelten als umfassend – und sind Android und Windows in aller Regel ein Stück voraus. Trotzdem kommt es auch bei Apple immer wieder zu Lücken und zu erfolgreichen Attacken. Hier will der US-Konzern die Maßnahmen jetzt drastisch verschärfen, mit einem neuen "Blockierungsmodus", der im Herbst mit iOS 16, iPadOS 16 und macOS 13 Ventura eingeführt wird. Die neue Funktion, die im englischen Original "Lockdown Mode" heißt, ist nicht für den normalen Nutzer im Alltag gedacht, sondern als "zusätzlicher Schutz für NutzerInnen, die durch gezielte Cyberangriffe privater Unternehmen mit staatlich geförderter Spionagesoftware gefährdet sind".

Extreme Maßnahmen für besonders gefährdete Nutzer

Sie können ihre Geräte künftig mit laut Apple "extremen" Maßnahmen praktisch komplett abdichten. Das schränkt den Komfort und die Funktionen deutlich ein, schafft aber maximale Sicherheit – zum Beispiel für Politiker oder für Entscheidungsträger in Unternehmen. ArsTechnica spricht bereits von "einer der coolsten Sicherheitsideen überhaupt". iMore zeigt in einem Video die "Super Max Security". Dass Apple überhaupt zugibt, dass solche Spyware-Programme eine reale Bedrohung darstellen, ist ein wichtiger Schritt – dem auch andere Hersteller folgen könnten. Im "Lockdown Mode" gilt für Nutzer, die sich besonders gefährdet fühlen: "Wer mehr Sicherheit will, sollte lernen, auf die Dienste zu verzichten, die die größte Gefahr darstellen."

Das sind die Schutzfunktionen, mit denen der "Lockdown Mode" startet

  • Nachrichten: Die meisten Arten von Nachrichtenanhängen außer Bildern sind blockiert. Einige Funktionen, wie beispielsweise Link-Vorschauen, sind deaktiviert.
  • Internetsurfen: Bestimmte komplexe Webtechnologien, wie die Just-in-Time (JIT) JavaScript-Kompilierung, sind deaktiviert – es sei denn, NutzerInnen schließen eine vertrauenswürdige Website vom Blockierungsmodus aus.
  • Apple Services: Eingehende Einladungen und Serviceanfragen, einschließlich FaceTime-Anrufe, werden blockiert – wenn NutzerInnen den/die InitiatorIn zuvor nicht angerufen oder eine Anfrage gesendet haben.
  • Weitere Maßnahmen: Kabelgebundene Verbindungen mit einem Computer oder Zubehör werden blockiert, wenn das iPhone gesperrt ist. Konfigurationsprofile können nicht installiert werden und das Gerät kann sich nicht in ein Mobile Device Management (MDM) anmelden, wenn der Sperrmodus aktiviert ist.

Das sind die Themen von TechTäglich am 7. Juli 2022:

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

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Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

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