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Lesedauer 3 Min.

Software-Chaos bei deutschen Finanzämtern

Steuerbescheide in der Warteschleife. Bei deutschen Finanzämtern ist die Lage laut dem Vorsitzenden der Steuergewerkschaft "dramatisch". Software-Probleme sorgen für Chaos. Die Mitarbeiter sind bundesweit frustriert.
© W&V

Aktuell haben deutsche Finanzbehörden mit kritischen Software-Problemen zu kämpfen. Berlins Finanzsenator Daniel Wesener bestätigte dies in einer Senatssitzung, berichtet das Portal Heise. Das Chaos herrsche seit Jahresbeginn und bringe große IT-Probleme in den Finanzämtern mit sich. Es werde mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet: "Wir sind dran." 

Die Situation sorgt für Frust bei Angestellten, da die benötigte Software nicht funktioniert. "Ich war vergangene Woche bei zwei Finanzämtern zu Besuch, in Tiergarten und Friedrichshain-Kreuzberg, wo ich völlig genervte, frustrierte Kolleginnen und Kollegen angetroffen habe", gesteht Wesener. Es handele sich sogar um ein bundesweites Problem – vor allem bei Stadtstaaten – in der sogenannten "Gesamtfalladministration" (kurz: Geco), wo übergreifende Steuerprozesse kombiniert werden müssen. 

Besonders betroffen sind Orte, wo Landesverwaltung und kommunale Steuerverwaltung zusammen abgewickelt werden. Dies sorgt für Verzögerungen bei der Abarbeitung von Steuerbescheiden. Derzeit wird versucht, mit mehr Servern gegen die Probleme anzukämpfen. Bis Monatsende soll es eine Besserung geben. Diese sei auch dringend erforderlich, mahnt der Vorsitzende der Berliner Steuergewerkschaft. Oliver Thiess sagte im Gespräch mit der Berliner Morgenpost, die Lage sei "dramatisch". Die Optimierung muss aus Nordrhein-Westfalen kommen, denn dort wird "Geco" koordiniert.

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