Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Studie: So viel Zeit kostet uns PC-Ärger

Computer, die an den Bedürfnissen der Nutzer vorbei entwickelt wurden, sorgen für riesige Verluste an Lebenszeit und Produktivität. Eine Studie aus Dänemark hat dazu jetzt erschreckende Zahlen ergeben.
© W&V

Studie: So viel Zeit kostet uns PC-Ärger

Der Computer ist das wichtigste Arbeitsmittel unserer Zeit – und die größte Nervensäge. Das zeigen jetzt auch die Zahlen dänischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die untersucht haben, wie viel Zeit Abstürze, Fehlermeldungen, Wartezeiten und sonstiger PC-Ärger die Nutzer kosten. Demnach werden 11 bis 20 Prozent der Arbeitszeit vor dem Rechner mit solchen Problemen und deren Lösung vergeudet. Studienleiter Kasper Hornbæk kommentiert den riesigen Verlust an Lebenszeit und Produktivität so: "Diese Zahlen sind unglaublich. Die meisten Menschen erleben Frustration, wenn sie Computer benutzen."

Horrorgeschichten über nicht gespeicherte Power-Point-Präsentationen

Hornbæk und sein Team von den Unis Kopenhagen und Roskilde haben den Arbeitsalltag von 234 Teilnehmenden exakt analysiert, die zwischen sechs und acht Stunden täglich vor ihren Rechnern verbringen. Ergebnis, so der Wissenschaftler: Die meisten von ihnen "können zumindest eine Horrorgeschichte über eine wichtige Power-Point-Präsentation erzählen, die nicht gespeichert wurde. Oder über ein System, das in einem kritischen Moment abgestürzt ist". Zu den wichtigsten Aussagen der Teilnehmer gehören Klagen über zu langsame Rechner, über eingefrorene PCs, über Abstürze oder über Schwierigkeiten beim Finden von Inhalten.

Keine Computer für Menschen

"Die beiden größten Problemkategorien sind nach wie vor die unzureichende Leistung und die mangelnde Benutzerfreundlichkeit", stellt Hornbæk fest. Sein Fazit laut Futurezone: "Menschen werden bei der Entwicklung der Systeme nicht genug einbezogen." Einer seiner Vorschläge: Statt Nutzerinnen und Nutzer mit kryptischen Fehlermeldungen zu behelligen, sollten die Rechner die Probleme einfach im Hintergrund lösen, ohne dies überhaupt anzuzeigen. Sein Trost für genervte User: "Es gibt keine schlechten IT-Nutzer, sondern nur schlechte Systeme."

Das sind die Themen von TechTäglich am 4. Juli 2023:

Neueste Beiträge

Werbung in KI-Anwendungen
WuV Community Icon Warum ChatGPT Ads für Werbetreibende noch eine Blackbox sind
Agenturchef Hans Ratzmann testet ChatGPT Ads für Kunden und für seine Agentur. Im W&V-Interview erklärt er, was ihm bei der Steuerung fehlt und welche Aufgaben gesponserte KI-Agenten künftig übernehmen könnten.
7 Minuten
12. Okt 2026
Gute Noten für Discovery
WuV Community Icon Die erste Bilanz von ChatGPT Ads: Marken erreichen 80 Prozent Neukunden
Mehr als 2000 Werbekunden testen ChatGPT Ads über Criteo. Erste Ergebnisse zeigen großes Potenzial bei der Neukundengewinnung, doch bei Conversions und Erfolgsmessung hapert es noch. Criteo-Manager Marc Fischli erklärt, für welche Marken und Marketingziele sich der neue Kanal schon lohnt.
12 Minuten
14. Okt 2026
Twilio-Befragung
WuV Community Icon Was Kunden am KI-Service schätzen und was sie daran stört
Die meisten Unternehmen glauben, ihre Kunden seien mit dem KI-Service zufrieden. Eine Twilio-Befragung fällt dagegen ernüchternder aus. Dabei schätzen Verbraucher durchaus, was die Bots ihnen schon abnehmen.
5 Minuten
12. Okt 2026

Das könnte dich auch interessieren

Interview
WuV Community Icon KiK dreht nicht mehr: So entstehen die neuen TV-Spots mit KI
KiK lässt die visuellen Inhalte seiner neuen TV-Spots vollständig mit generativer KI erstellen. Factory-COO Marc Schnitzler erklärt, welche klassischen Gewerke sich dadurch ändern und wo der Mensch unverzichtbar bleibt.
8 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige