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Verkehrssünder: Start für den Handy-Blitzer

Bisher mussten Polizisten persönlich erspähen, ob Autofahrer am Steuer ihr Smartphone benutzen. Rheinland-Pfalz setzt dafür jetzt auf eine Kamera mit künstlicher Intelligenz. Der Test verlief erfolgreich – zumindest für die Polizei.
© W&V

Verkehrssünder: Start für den Handy-Blitzer

Autofahrer rund um Mainz, Trier oder Ludwigshafen, die unsmart genug sind, am Steuer ihr Smartphone zu benutzen, haben es künftig schwerer. Denn Rheinland-Pfalz setzt als erstes Bundesland auf die Handy-Überwachung per Kamera-Blitzer. Die aus den Niederlanden stammende "Monocam", die Innenminister Michael Ebling (SPD) jetzt vorstellte, beobachtet Autos und erkennt mit künstlicher Intelligenz, wenn die Person am Steuer mit ihrem Handy hantiert.

1.268 Handy-Sünder überführt

Bei Tests auf zwei Autobahnbrücken bei Trier und bei Mainz überführte das System an 88 Kontrolltagen insgesamt 1.268 Handy-Sünder. Folge, wenn eine anschließende Überprüfung durch die Polizei den Verstoß bestätigt: 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Hintergrund: Allein im Jahr 2022 gab es in Rheinland-Pfalz 1.041 Unfälle, die auf Ablenkung zurückzuführen waren.

Anzahl der Verstöße halbiert

Der Innenminister ist mit den Ergebnissen hochzufrieden – auch in Sachen Prävention: "Wir haben herausgefunden, dass durch unseren neuen Ansatz die Anzahl der Ablenkungsverstöße in den Testphasen in Trier und Mainz mindestens halbiert wurde. In vielen Fällen geht die präventive Wirkung sogar noch darüber hinaus." Datenschützer hatten verlangt, dass die Handykontrolle mit Schildern angekündigt wird, die Autofahrer hätten also gewarnt sein können. Nun muss die Landesregierung mit der nächsten Änderung des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes den dauerhaften Einsatz der Kamera ermöglichen.

Das sind die Themen von TechTäglich am 26. April 2023:

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