Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Verkehrssünder: Start für den Handy-Blitzer

Bisher mussten Polizisten persönlich erspähen, ob Autofahrer am Steuer ihr Smartphone benutzen. Rheinland-Pfalz setzt dafür jetzt auf eine Kamera mit künstlicher Intelligenz. Der Test verlief erfolgreich – zumindest für die Polizei.
© W&V

Verkehrssünder: Start für den Handy-Blitzer

Autofahrer rund um Mainz, Trier oder Ludwigshafen, die unsmart genug sind, am Steuer ihr Smartphone zu benutzen, haben es künftig schwerer. Denn Rheinland-Pfalz setzt als erstes Bundesland auf die Handy-Überwachung per Kamera-Blitzer. Die aus den Niederlanden stammende "Monocam", die Innenminister Michael Ebling (SPD) jetzt vorstellte, beobachtet Autos und erkennt mit künstlicher Intelligenz, wenn die Person am Steuer mit ihrem Handy hantiert.

1.268 Handy-Sünder überführt

Bei Tests auf zwei Autobahnbrücken bei Trier und bei Mainz überführte das System an 88 Kontrolltagen insgesamt 1.268 Handy-Sünder. Folge, wenn eine anschließende Überprüfung durch die Polizei den Verstoß bestätigt: 100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Hintergrund: Allein im Jahr 2022 gab es in Rheinland-Pfalz 1.041 Unfälle, die auf Ablenkung zurückzuführen waren.

Anzahl der Verstöße halbiert

Der Innenminister ist mit den Ergebnissen hochzufrieden – auch in Sachen Prävention: "Wir haben herausgefunden, dass durch unseren neuen Ansatz die Anzahl der Ablenkungsverstöße in den Testphasen in Trier und Mainz mindestens halbiert wurde. In vielen Fällen geht die präventive Wirkung sogar noch darüber hinaus." Datenschützer hatten verlangt, dass die Handykontrolle mit Schildern angekündigt wird, die Autofahrer hätten also gewarnt sein können. Nun muss die Landesregierung mit der nächsten Änderung des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes den dauerhaften Einsatz der Kamera ermöglichen.

Das sind die Themen von TechTäglich am 26. April 2023:

Neueste Beiträge

Gastbeitrag
WuV Community Icon CUI für Marken-Websites: Wie der Kundendialog zur neuen Benutzeroberfläche wird
Ein Chatfenster allein macht eine Marke noch nicht dialogfähig. In seinem Gastbeitrag erklärt Erik Wend, Geschäftsführer von wendweb, warum Conversational User Interfaces (CUI) die klassische Website verändern – und welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, damit aus Navigation tatsächlich Kundendialog wird.
6 Minuten
Gaming-Marketing
WuV Community Icon Nicht Sponsor, sondern Teil des Spiels: Wie Das Handwerk Fortnite nutzt
Nach mehr als 350.000 Twitch-Zuschauern für sein Minecraft-Projekt und über 10.000 Android-Downloads für eine eigene App geht Das Handwerk nun auf Fortnite. Mike Schleiermacher von CarlNann erklärt, wann Marken im Gaming relevant werden und warum Reichweite und Spielzeit noch keinen Kommunikationserfolg belegen.
7 Minuten
28. Aug 2026
Sleep-Tech-Marketing
WuV Community Icon 3.600 Euro, Abo, kein Store: Eight Sleeps Wette auf Deutschland
Deutschland ist für Eight Sleep nach eigenen Angaben der wichtigste Markt in Kontinentaleuropa. Das US-Unternehmen setzt hierzulande auf Podcasts, Spitzensport und eine Software, die möglichst unauffällig im Hintergrund arbeitet. Wie die Strategie funktioniert und was unabhängige Forschung über die Wirkung sagt.
10 Minuten
28. Aug 2026

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Vom digitalen Schaufenster zum AI Sales Consultant: Wie KI die Website neu definiert
Warum Marken und Agenturen Websites jetzt vom Content-Kanal zum intelligenten Beratungsraum weiterentwickeln müssen.
7 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige