McKinsey-Studie
Warum Skills trotz Automatisierung an Bedeutung gewinnen
Auf den ersten Blick wirken die Zahlen aus der neuen McKinsey-Studie „Agents, robots, and us“ wie ein Widerspruch: 57 Prozent der heutigen US-Arbeitsstunden sind laut Studie technisch automatisierbar, gleichzeitig bleiben über 70 Prozent der gefragtesten Fähigkeiten relevant. Beides passt jedoch zusammen, weil die Analyse die zwei Ebenen Tätigkeiten und Fähigkeiten trennt. Automatisiert werden vor allem einzelne Arbeitsschritte wie etwa Datenerfassung, Dokumentvorbereitung oder einfache Analysen. Die zugrunde liegenden Fähigkeiten wie Kommunikation, Problemlösung oder Writing bleiben dagegen wichtig, verschieben sich aber in ihrer Anwendung. KI übernimmt häufiger das „Wie“ einer Aufgabe, während Menschen stärker das „Warum“ und „Was bedeutet das?“ steuern. Dadurch entstehen neue Rollenverteilungen, aber kein großflächiger Kompetenzverlust. Menschen werden also nicht überflüssig, sondern arbeiten in anderen Konstellationen, und das zunehmend gemeinsam mit Agenten und Robotern. So beschreibt es die Studie, die detailliert analysiert, wie sich Tätigkeiten, Skills und Wertschöpfung bis 2030 verändern.