Warenhauskrise
Galeria wieder insolvent. Warum das Warenhaus trotzdem nicht tot ist
Vor 99 Tagen klang die Zukunft noch recht positiv. Am 25. Juni verkündete Galeria, die Finanzierung der Transformation sei bis 2029 gesichert. Die Warenhäuser sollten moderner werden, die Verweilqualität steigen, Sortiment, Flächen, Marketing und CRM neu ausgerichtet werden. Für das Geschäftsjahr 2026/27 stellte das Unternehmen sogar wieder ein positives bereinigtes EBITDA in Aussicht.
Doch jetzt hat Galeria beim Amtsgericht Düsseldorf erneut Insolvenz beantragt, es ist der vierte Insolvenzantrag seit 2020. Die 83 Warenhäuser sollen zunächst geöffnet bleiben, rund 12.000 Beschäftigte sind betroffen. Gründe für den neuerlichen Antrag nannte das Unternehmen zunächst nicht.
Galeria kämpft damit nicht nur mit finanziellen Problemen. Auch die immer wieder erzählte Geschichte vom Neustart wird schwieriger zu vermitteln. Nach mehreren Sanierungen, Eigentümerwechseln und Filialschließungen steht inzwischen eine grundsätzlichere Frage im Raum: Was muss ein Warenhaus wie Galeria heute eigentlich wirklich leisten, um relevant zu bleiben?