10. Aug 2026
Lesedauer 5 Min.
100-Millionen-Comeback
Wie Beiersdorf die Markenikone Nivea wieder auf Wachstum trimmt
Nivea verliert im ersten Halbjahr 6,8 Prozent Umsatz. Beiersdorf reagiert mit 100 Millionen Euro zusätzlichem Mediabudget und einem breiteren Turnaround-Plan. Was auf den ersten Blick wie eine Wette auf mehr Werbung wirkt, führt zu einer entscheidenden Frage: Kann Marketing eine Marke wieder beschleunigen, deren Problem möglicherweise tiefer im Portfolio liegt?
Als Beiersdorf am 3. August seine Halbjahreszahlen vorlegte, war die schlechteste Nachricht schnell gefunden. Nivea, inklusive Labello, verlor organisch 6,8 Prozent, im zweiten Quartal waren es 6,7 Prozent. Der Konzernumsatz sank insgesamt um 3,5 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro, der Bereich Consumer um 4,0 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Die operative Marge ohne Sondereffekte rutschte von 16,1 auf 15,5 Prozent. Beiersdorf senkte daraufhin seine Prognose für das Gesamtjahr: Statt einer flachen bis leicht wachsenden Umsatzentwicklung erwartet der Konzern nun einen organischen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich.