5. Dez 2025
Lesedauer 3 Min.
Kommentar
Die stille Erosion der Werbemarktbandbreite
Die neuen ZAW-Zahlen zeigen ein Werbewachstum, das auf den ersten Blick stabil wirkt, dessen Fundament jedoch immer schmaler wird. Hinter moderaten Zuwächsen verbirgt sich eine strukturelle Verschiebung, die den Markt zunehmend aus dem Gleichgewicht bringt.
Die aktuellen ZAW-Zahlen verdeutlichen ein paradoxes Bild: Der deutsche Werbemarkt wächst – aber er verengt sich zugleich. Die prognostizierten 27,5 Milliarden Euro Netto-Werbeerlöse und ein Gesamtvolumen von rund 50,7 Milliarden Euro markieren zwar ein moderates Plus, doch dieses Wachstum ist immer weniger gleichmäßig verteilt. Während klassische und weitere Werbeformen sogar rückläufig sind (–1,8 %), bleibt digitale Werbung der einzige echte Wachstumsmotor.