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Lesedauer 7 Min.

WuV Community Icon Sport1 kämpft um den Anschluss

Am vergangenen Wochenende flog Sport1 bei Vodafone aus dem Kabel - ein weiteres Problem für den gebeutelten Sender, der damit erstmal viel technische Reichweite verliert. Doch man will die Hoffnung nicht aufgeben. Vor allem jetzt, wo das Werbegeschäft dank neuer - alter - Programmstrategie wieder anzieht.
Sport1 Störung
© Mit KI erstellt

Da staunte mancher Sportfan, der Sport1 im Kabel empfängt – und das als Kunde von Vodafone tut: Seit dem 30. Oktober ist der Sportsender nicht mehr über das Kabelnetz des Anbieters empfangbar. Statt Fußball, Darts oder „Doppelpass“ sehen die Zuschauer dort nur noch eine Hinweistafel: „Diesen Sender kannst Du bei uns leider nicht mehr empfangen. Danke für dein Verständnis.“ Und bislang hat sich daran auch nichts geändert. Betroffen sind potenziell Millionen Haushalte, denn Vodafone ist der mit Abstand größte deutsche Kabelnetzbetreiber.

Hinter dem überraschenden Rauswurf aus dem Vodafone-Angebot stehen offenbar wirtschaftliche Differenzen. In der Branche heißt es, Sport1 soll seit Längerem nicht die vollständigen Gebühren für die Kabelverbreitung bezahlt haben. Bestätigt wird das vom Sender aber nicht.

Immerhin: Man arbeite gemeinsam mit Vodafone mit Hochdruck an einer Lösung und sei zuversichtlich, dass der Sender schon bald wieder empfangbar sein werde, so eine Sprecherin. Einen konkreten Termin nennt Sport1 allerdings nicht – auch zu Vertragsdetails und möglichen Zahlungsrückständen äußert sich das Unternehmen nicht.

Der Ausfall trifft auch das Werbegeschäft

Für den Sender, der seit einiger Zeit in Schieflage geraten ist, ist die derzeitige Situation vor allem ein wirtschaftliches Risiko. Nach unbestätigten Medienberichten sind rund 40 Prozent der deutschen Haushalte potenziell von der Abschaltung betroffen. Wie stark die tatsächliche Zuschauerreichweite dadurch zurückgeht, lässt sich daraus allerdings nicht unmittelbar ableiten.

Für Werbekunden und Mediaagenturen ist die Unterbrechung dennoch relevant. Schließlich werden Kampagnen auf der Grundlage erwarteter Reichweiten geplant. Wenn ein wichtiger Verbreitungsweg kurzfristig wegfällt, kann sich die Zahl der tatsächlich erreichten Zuschauer verändern. Gerade bei einem vergleichsweise kleinen Sender kann das erhebliche Auswirkungen haben.

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