Connected TV
Warum Marken oft nicht wissen, wo ihr CTV-Spot läuft
Wer Werbung im Connected TV einkauft, würde normalerweise schon gerne wissen, wo der eigene Spot eigentlich zu sehen ist. Doch das ist längst nicht immer der Fall. Stattdessen erfahren Werbekunden häufig lediglich, über welche Streaming-App ihre Werbung ausgespielt wird und welchem Genre der Inhalt zugeordnet ist. Ob der Spot beispielsweise in einer Folge von „SOKO“, bei „Wilsberg“ oder in einem bestimmten Film gelaufen ist, bleibt dagegen meist völlig unbekannt. Auch die Auswertungen nach der Kampagne liefern dazu in sehr vielen Fällen keine genaueren Informationen. Das Problem beginnt allerdings schon, bevor der Werbeplatz überhaupt gebucht wird.
Beim automatisierten Einkauf von CTV-Werbung erhalten die Einkaufsplattformen für jeden angebotenen Werbeplatz eine Art Steckbrief, in dem beispielsweise die Streaming-App und das Genre der Sendung genannt werden. Anhand dieser Informationen entscheiden die Plattformen dann, ob und wie viel sie für den Werbeplatz bieten wollen. Der Adtech-Anbieter Seedtag hat solche Anfragen, sogenannte Bid-Requests, auf dem amerikanischen Markt untersucht. Das Ergebnis: Nur bei rund sieben Prozent ließ sich aus den übermittelten Angaben eindeutig erkennen, in welcher Sendung die Werbung laufen sollte.