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Lesedauer 3 Min.

Do it yourself: Mini-Satellit aus Baumarkt-Teilen

Teure Satelliten können nur Spezialisten oder Milliardäre wie Elon Musk in den Weltraum schießen? Denkste! Den Gegenbeweis haben jetzt Studentinnen und Studenten angetreten. Ihr Sputnik heißt Sbudnic.
© W&V

Satelliten sind nur aufwändig zu bauen und eine teure Angelegenheit? Das Gegenteil ist jetzt bewiesen: Und wer weiß, ob sich in naher Zukunft jede und jeder von uns womöglich seinen eigenen Mini-Satelliten bauen kann – mit Teilen aus dem Baumarkt nebenan.

Diese Hoffnung nähren die Studentinnen und Studenten der renommierten Brown University, die in Providence, der Hauptstadt des Bundesstaates Rhode Island, liegt. Die Jungs und Mädels haben mit wenig Aufwand einen kleinen Satelliten, den sogenannten "Sbudnic" (klingt wie Sputnik) entwickelt. Neben der einfachen Bauweise zeichnet ihn aus, dass er nach Gebrauch schneller wieder in die Atmosphäre eindringen kann, um Weltraumschrott zu minimieren. Genau das beabsichtigten die Erbauer auch.

Im Inneren sind ein einfacher Arduino-Chip für 20 US-Dollar, ein Segel aus dem 3D-Drucker der Uni sowie 48 handelsübliche AA-Batterien verbaut, berichtet Futurezone. Das war’s auch schon! Das gesamte Projekt kostete gerade mal 10.000 US-Dollar, umgerechnet 9700 Euro. Wie jetzt bekannt wurde, wurde der Satellit bereits mit einer SpaceX-Rakete in den Weltraum geschickt. Nach zehn Monaten im All gibt es auch schon erste Ergebnisse. So nähert sich der Satellit deutlich schneller der Erde als andere. In etwa fünf Jahren soll er den 520 Kilometer hohen Orbit verlassen haben. Vergleichbare Missionen haben Kosten in Millionen-Höhe verursacht.

Forschungsleiter Rick Fleeter berichtet stolz, man habe alle Komponenten in normal zugänglichen Online-Shops oder im Baumarkt um die Ecke erworben. Und man habe die Botschaft senden wollen, dass "der Weltraum nicht nur für Spezialisten da sei". Lob kam von der NASA und von SpaceX-Experten. Vor dem Start ins All hatten die Profis, die strenge Regelwerke haben, den Mini-Satelliten aus dem Baumarkt eingehend geprüft und für sicher befunden. Dann mal auf zu Obi, Bauhaus, Hornbach & Co. – so ein Mini-Satellit ist vielleicht die richtige Bastelarbeit, falls du dich rund um Ostern langweilen solltest…

Das sind die Themen in TechTäglich am 5.4.2023:

Samsung-Werbeaktion: "Try Galaxy" auf dem iPhone

DFL: Streaming-Rechte fürs Auto

Do it yourself: Mini-Satellit aus Baumarkt-Teilen

Zero-Rating-Aus: So entschädigen Telekom und Vodafone Kunden

Musk baut Dogecoin-Logo bei Twitter ein

 

 

 

 

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