29. Jul 2026
Lesedauer 8 Min.
Das Ende der Manager-Pyramide
50 Mitarbeiter, aber Milliardenumsätze: OnlyFans strukturiert sich komplett anders
OnlyFans machte 1,4 Milliarden Dollar Umsatz im letzten Jahr. Die Plattform hat 377 Millionen registrierte Nutzer und schüttete seit Gründung über 25 Milliarden Dollar an seine Creator aus. Und dabei beschäftigt das Unternehmen gerade einmal etwa 50 festangestellte Mitarbeiter. OnlyFans ist kein Ausreißer, sondern wohl eher ein Vorbote für das, was wir in immer mehr Unternehmen sehen werden. Lina Arnold, CEO Joli Group, beleuchtet diese Entwicklung, die althergebrachte Strukturen infrage stellt.
Jahrzehntelang war das Bild klar: Ein Unternehmen wächst, also braucht es mehr Menschen. Mehr Menschen brauchen Koordination. Koordination braucht Manager. Manager brauchen Manager-Manager. Die Pyramide entsteht fast von selbst und mit ihr eine Klasse von Menschen, deren Job es ist, den Jobs anderer Menschen zuzuschauen, sie zu bewerten und (im besten Fall) zu optimieren.
Doch es gibt eine Gegenbewegung: Unternehmen, die von Anfang an auf operative Dichte setzen. Jede Person im Unternehmen soll einen nachweisbaren, direkten Impact haben.