Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

App Store: Umsätze kleiner App-Entwickler steigen exorbitant

Eine neue Studie liefert überraschende Ergebnisse zu den Umsätzen sogenannter "Small Businesses". In den vergangenen Jahren gab es satte Steigerungen. Möglich machten das auch zwei Milliarden aktive Geräte in 175 Ländern.
© W&V

Wer als junger Entwickler eine App-Idee hat, überlegt vielleicht, ob er sein Projekt nicht besser einem großen Unternehmen präsentiert, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Doch der Schritt ist gar nicht nötig. Im App Store von Apple, das zeigt eine neue unabhängie Studie, konnten gerade die kleinen Entwickler ihren Umsatz in den letzten zwei Jahren erheblich steigern! Damit wachsen die Small Businesses sogar stärker als die größeren Entwickler. 

Unter Small Businesses versteht man die Developer, die bis zu eine Million US-Dollar pro Jahr verdienen und weniger als eine Million Downloads pro Jahr subsumieren. Wer hätte das gedacht? 90 Prozent aller Entwickler im App Store sind klein…

Zwei Milliarden aktive Geräte greifen in 175 Ländern inzwischen auf Apples App Store zu. Apps gibt es mittlerweile in vierzig Sprachen. Mithilfe der App-Store-Tools und Initiativen, wie zum Beispiel dem App Store Foundations Programm (hier gibt es inzwischen 260 deutsche Alumni) und dem App Store Small Business Programm, erreichten die Kleinen erstaunliche Umsatzzahlen. Das zeigt die Studie der Wirtschaftswissenschaftler der Analysis Group. Der Umsatz stieg zwischen 2020 und 2022 um 71 Prozent. In Europa gab es für die kleinen Entwickler ein Plus von 64 Prozent. Besonders in Frankreich (122 Prozent), Großbritannien (58 Prozent) und Deutschland (37 Prozent) sorgten die kleinen Projekte für Umsatzschübe. Besonders Apps in den Kategorien Gesundheit/Fitness/Sport/Lifestyle zogen. Hier konnten Devs die Einnahmen zwischen 2020 und 2022 verdoppeln.

Weitere Erkenntnisse der Studie: "Viele Entwickler, die digitale Waren und Dienstleistungen im App Store verkauften und im Jahr 2022 mehr als eine Million Dollar verdienten, waren zuvor kleine Entwickler. Von diesen globalen Entwicklern waren 40 Prozent entweder nicht im App Store vertreten oder hatten noch vor fünf Jahren weniger als 10.000 Dollar verdient."

 

Der Deutsche Nils Bernschneider gehört mit seiner App "Lengo" zu den Vorzeigeprojekten im Small-Business-Bereich. 2020 startete er die Anwendung, weil die Ärzte ihm Legasthenie und ADHS bescheinigten. Um die eigenen Herausforderungen in der Schule besser zu meistern und Lernbarrieren zu überwinden, begann er mit dem Programmieren. Inzwischen gibt es in Lengo 2800 Lektionen in 29 Sprachen. Der Erfolg: fast zwei Millionen Downloads, Wachstum plus 120 Prozent innerhalb eines Jahres! 

Bernschneider, auch Absolvent des App Store Foundations Programms, sagt: "Für mich gibt es immer ein Kind in der Klasse, das die Dinge nicht auf die gleiche Weise aufnimmt wie alle anderen – und ich war dieses eine Kind. Zu lernen, wie man in Swift programmiert und die Unterstützung von Freunden und Familie zu haben, war für mich entscheidend. Ich hoffe, dass das, was ich mit Lengo geschaffen habe, den Menschen hilft, nicht nur zu lernen, sondern auch ihre Kommunikation zu bereichern."

Neben dem App Store Small Business Programm und dem Foundations Programm weitet Apple seine Initiativen für Entwickler immer weiter aus. Beispiele sind unter anderem das Apple Entrepreneur Camp, App Accelerators und die Apple Developer Academies. Ergänzt werden die Projekte durch Sessions, TechTalks mit Apple-Ingenieuren. Viele Gründe, um seine vermeintlich geniale App-Idee selbst umzusetzen…

Das sind die Themen in TechTäglich am 12.5.2023:

Apple enttarnt Leaker, feuert seine Schwester

KI erschafft Menschen mit sechs Armen

Youtube: Attacke auf Adblocker

App Store: Umsätze kleiner App-Entwickler steigen exorbitant

Immer mehr Telefon-Betrug mit KI-Stimmen

Neueste Beiträge

Interview
WuV Community Icon Darum landen viele Agenturen beim KI-Rollout im Chaos
KI-Tools gehören inzwischen zum Agenturalltag. Trotzdem bleibt der Produktivitätsschub oft aus. Tobias Hagenau erklärt, warum kulturelle und technische Hürden den KI-Rollout bremsen.
8 Minuten
14. Jul 2026
Halleluja Sauna
WuV Community Icon Wie drei Brüder ihre Schreinerei zur Millionenmarke machten
Aus einer Schreinerei mit 500.000 Euro Umsatz bauten drei Brüder die bekannte Saunamarke „Halleluja“. Im W&V-Interview erklärt Geschäftsführer Simon Bauer, wie Werbung, Vertrieb und KI das Wachstum antreiben.
9 Minuten
14. Jul 2026
Agentic Commerce
WuV Community Icon KI im Handel: Warum Kunden die Kontrolle nicht abgeben
Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt KI beim Online-Shopping, doch nur sechs Prozent würden ihr den Kauf überlassen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte-Studie. Für Händler beginnt der Wettbewerb um Vertrauen deshalb lange vor dem Checkout.
6 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Audioproduktionen
WuV Community Icon Warum KI-Stimmen jetzt in den Deepfake-Check müssen
Ab August verlangt der EU AI Act mehr Transparenz bei Deepfakes und bestimmten KI-generierten Inhalten. RMS-CEO Stefan Mölling erklärt im W&V-Interview, was das für KI-Stimmen in Audiospots bedeutet.
9 Minuten
TechTäglich
Apple: Das sind die Pläne für 2023
Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den Apple-Plänen 2023 und dem Besten zum Fest für die Kategorie "Fitness und Gesundheit".
4 Minuten
24. Nov 2022
Prozesschaos
WuV Community Icon Wie schlechte Prozesse das Marketing ausbremsen
Eine Allgeier-inovar-Studie zeigt, wie teuer ineffiziente Abläufe werden: Jeder dritte Beschäftigte verliert rechnerisch bis zu 28 Arbeitstage im Jahr. Im Interview erklärt Marketingleiter Boris Wöhlecke, warum KI allein daran wenig ändert.
8 Minuten
22. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige