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Apple-Brille: So schnell wird sie günstiger

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Apples Preisstrategie für seine Brille und mit einem Abo-Wunder bei Netflix.
© W&V

Apple-Brille: So schnell wird sie günstiger

Als Apple letzten Montag den Preis seiner ersten Datenbrille verraten hat, ging ein Raunen durchs Publikum auf der WWDC in Cupertino. Denn 3.499 Dollar für die Vision Pro sind weit weg vom Massenmarkt. In den USA kommt darauf je nach Bundesstaat noch die Mehrwertsteuer obendrauf. Und die Zeiss-Linsen für unterschiedliche Sehstärken, die viele Nutzer brauchen, sollen weitere 300 bis 600 Dollar kosten. Bisher ist nicht bekannt, ob Apple noch teurere Modelle der Brille mit besserer Ausstattung oder mehr Speicher verkauft. In Deutschland könnte der Preis somit mühelos auf 5.000 Euro und mehr klettern. Zumindest etwas erschwinglicher soll die Tim-Cook-Brille dann Ende 2025 werden.

Zweites Modell ohne "Pro"

Dann erwartet Bloombergs Apple-Versteher Mark Gurman eine zweite, günstigere Variante, die schlicht "Vision" oder "Vision One" heißen könnte – ohne Pro. Auf das Kern-Feature, den Transparenz-Modus, der die Augen des Trägers außen anzeigt, wird Apple dabei voraussichtlich nicht verzichten. Spar-Möglichkeiten wären laut Gurman etwas niedriger auflösende Bildschirme vor den Augen, ein nicht ganz so schneller Chip, weniger Kameras oder ein Sound-System, das beim Nutzer eigene AirPods Pro voraussetzt. Auch Apples erste 3D-Kamera, die jetzt in der Vision Pro steckt, wäre demnach verzichtbar.

Geld bringt die Vision Pro vorerst nicht

Zusammen mit einem verfeinerten Produktionsprozess, mit höheren Stückzahlen und einer insgesamt etwas weniger aufwändigen Konstruktion könnte Apple laut Gurman den Preis "um mehrere hundert Dollar senken". Mehr Luft ist aber kaum drin. Denn die erste Vision Pro, die Anfang 2024 zunächst nur in den USA erscheint, ist technisch so aufwändig, dass Apple mit ihr laut Analysten praktisch kein Geld verdient, oder bei jedem verkauften Gerät sogar drauflegt. Gurmans Vision: "Vorerst muss Apple hoffen, dass der hohe Preis die Leute nicht von dieser Kategorie abhält – und dass es bis 2026 genügend Kunden gibt, die bereit sind, sich für eine billigere Version anzustellen."

Das sind die Themen von TechTäglich am 12. Juni 2023:

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