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Lesedauer 4 Min.

Diese deutsche Designsoftware will Adobe überholen

Über 100 Millionen Downloads! Die Designsoftware Linearity Curve, mit der Marketing-Teams Content von Werbe-Illustrationen bis zu Bildern, Schriften und Social-Media-Posts erstellen, ist dank Apple und frischem Geld auf der Überholspur.
© W&V

Linearity Curve kennen viele Grafiker, Designer und Marketeers noch unter dem Namen Vectonator. Nach der Umbennenung blieb die App in der Marketing-Branche höchst erfolgreich. Über 100 Millionen Downloads sind inzwischen zusammengekommen. Jüngst haben Investoren mit frischem Geld in Höhe von 35 Millionen Euro gefüttert. Und es geht weiter aufwärts! Extrem sogar.

Die Designsoftware, mit der Marketing-Teams Content (auch mit Hilfe der KI) in Form von Werbe-Illustrationen, Social-Media-Posts, Bildern, Print-Produkten oder Schriften erstellen können, rückt aktuell ganz besonders in Blickpunkt. Seit rund zehn Jahren ist es Tradition bei Apple, Ende eines Jahres die "App Store Awards" zu vergeben. Dabei zeichnet die App-Store-Redaktion Apps und Spiele aus, die "außergewöhnliche Erfahrungen bieten und tiefgreifenden kulturellen Einfluss haben". 

Ganz frisch hat Apple die 40 Finalisten in zehn Kategorien für das Jahr 2023 gekürt. Erfreulich: Fünf Apps und Games von deutschen Developer/Publishern sind darunter. Und die deutsche Erfolgsgeschichte Linearity Curve gehört dazu. 

Finalist "Mac App des Jahres": Linearity Curve Graphic Design

Die Geschichte hinter dieser App ist besonders beeindruckend. Vladimir Danila, der Macher hinter der Grafik-Design-App, hat als 17-jähriger begonnen, indem er die App bei "Jugend forscht" präsentierte. Und den Wettbewerb gewann!

Der Erfolg war so groß, dass seine Mutter eine Firma für ihn gründete, weil er noch nicht 18 war: "Sie hat mich aber erst noch erpresst, dass Abi fertig zu machen", erzählt Vladimir schmunzelnd im "W&V-Gespräch.

Inzwischen hat das Unternehmen hinter Linearity 80 Mitarbeiter weltweit. Von einem Gründer zu einem Team mit 80 Leuten aus über zehn Nationen! Das Ziel für die Zukunft: Vladimir und sein Team wollen Firma wie Adobe hinter sich lassen, in dem sie (noch mehr) spezielle exkusive Tools anbieten können, demnächst auch im Bereich Animation.  "Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Design einfach, kollaborativ und aufregend zu gestalten. Mit Linearity Curve wollen wir Marketing-Teams unendliche Möglichkeiten eröffnen, ihre Kreativität anregen und ihnen helfen, in Sekundenschnelle erstaunliche Ergebnisse zu erzielen."

Über 35 Millionen US-Dollar hat Linearity mittlerweile bei Investoren und Business Angels eingesammelt. Ohne die Hilfe von Apple, das Vladi weiter gefördert und immer wieder nach Kalifornien eingeladen hat, wäre dies nicht möglich gewesen. Er sagt: "Die Technologie von Apple hat uns sehr dabei geholfen, benutzerfreundliche und leistungsstarke Apps zu entwickeln, die von Menschen aller Erfahrungsstufen geliebt werden.Die Anerkennung durch Apple ist eine Ehre und ein Beweis für unser Engagement, Design einfach und zugänglich zu machen."

Eine Erfolgsgeschichte aus Deutschland, die auch andere deutsche Entwickleranstreben, sie kommen ebenfalls aus der Produktivitäts- als auch aus der Game-Branche:

Finalist "Apple Watch App des Jahres"

Der Tagesplaner Planny verfolgt einen anderen Ansatz als herkömmliche To-Do-Apps. Sie wendet sich an vielbeschäftigte Menschen, die öfters mal den Überblick verlieren. Mit wenig Aufwand verspricht die App, den Alltag zu optimieren.

Finalist "Kultureller Einfluss"

Hier hat Apple die beiden Games aus deutscher Entwicklung, Endling und Finding Hannah, nominiert.

Finalist "Mac Spiel des Jahres"

Chancen auf den Award darf sich das deutsche macOS-Game Elex II machen.

Alle weiteren Nominierten finden sich im Apple-Newsroom. Die Gewinner des App Store Awards werden dann später im Monat ausgewählt und bekanntgegeben. Daumendrücken für Deutschland!

Alle TechTäglich-Meldungen sind im Tech-Channel von W&V zu finden.

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