Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

EA Sports FC 24: Mit FIFA kann die neue Marke nicht mithalten

Mit dem Abschied von der Erfolgsmarke "FIFA" hat Electronic Arts das größte Rebranding in der Geschichte von Videospielen gewagt. Erste Zahlen zeigen nun, dass die neue Marke "EA Sports FC 24" noch nicht angekommen ist.
© W&V

Wenn der FC Bayern München plötzlich TSV Isar Bavaria heißen würde – dann wäre die Aufregung immens. Allerdings würde wahrscheinlich auch Isar Bavaria wieder Deutscher Meister werden. So ähnlich verhält es sich auch beim neuen "EA Sports FC 24". Nach 30 Jahren hat sich US-Hersteller Electronic Arts (EA) von der bewährten Marke "FIFA" verabschiedet. Grund: Der Fußball-Weltverband soll für die nächste Vierjahres-Lizenz eine Milliarde Dollar verlangt haben. Doch auch wenn jetzt "EA Sports FC 24" auf der Packung steht, ändert sich (siehe Isar Bavaria) nicht viel. Im Endeffekt ist das Spiel nichts anderes als "FIFA 24". Bei den Fans kommt das wohl größte Rebranding in der Geschichte von Videospielen noch nicht allzu gut an.

30 Prozent schlechterer Verkauf

Zwar behauptet EA, dass allein über den "Early Access", über den vorzeitigen Zugang zum Spiel, 6,8 Millionen Menschen für "FC 24" bezahlt haben – und damit 35 Prozent mehr als letztes Jahr für "FIFA 23". Doch damals war der "Early Access"-Zeitraum kürzer, die US-Firma vergleicht also Äpfel mit Birnen. Die harten Zahlen eine knappe Woche nach Verkaufsstart sehen weniger günstig aus: Allein im britischen Einzelhandel haben sich die physischen Kopien des neuen Spiels zum Start rund 30 Prozent schlechter verkauft als vor einem Jahr das letzte FIFA. Dieser Rückgang lässt sich nicht allein mit dem Trend zu digitalen Downloads erklären.

Zu wenige Neuerungen

Die Spieleexperten von Gamerant fassen das Duell zwischen alter und neuer Marke aktuell so zusammen: "Trotz insgesamt gutem Absatz hat FC 24 Mühe, die Fan-Unterstützung und die Verkaufszahlen des Vorgängers zu erreichen. Der Rückgang könnte auf Faktoren wie den Verlust des FIFA-Brandings, negative Kritiken von verärgerten Fans und das Fehlen signifikanter Gameplay-Verbesserungen zurückzuführen sein." Weil das Spiel erneut keinen großen Sprung nach vorne gemacht hat, kommt "FC 24" im Wertungsportal Metacritic aktuell nur auf einen nicht allzu euphorischen Schnitt von 76/100 Punkten.

Alle TechTäglich-Meldungen sind im Tech-Channel von W&V zu finden.

Neueste Beiträge

Agentic Commerce
WuV Community Icon KI im Handel: Warum Kunden die Kontrolle nicht abgeben
Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt KI beim Online-Shopping, doch nur sechs Prozent würden ihr den Kauf überlassen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte-Studie. Für Händler beginnt der Wettbewerb um Vertrauen deshalb lange vor dem Checkout.
6 Minuten
14. Jul 2026
Interview
WuV Community Icon Darum landen viele Agenturen beim KI-Rollout im Chaos
KI-Tools gehören inzwischen zum Agenturalltag. Trotzdem bleibt der Produktivitätsschub oft aus. Tobias Hagenau erklärt, warum kulturelle und technische Hürden den KI-Rollout bremsen.
8 Minuten
14. Jul 2026
Brand Diagnostics
WuV Community Icon Warum das Döner Croissant von Lidl so wahnsinnig erfolgreich war
Seit einem Jahr setzt Lidl mit einem eigenen Team auf das Thema Talkability und will damit im Gespräch der relevanten Community sein. Ob das gelingt und wie der Discounter das misst, haben die Verantwortlichen auf der CMCX in Köln verraten.
4 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Audioproduktionen
WuV Community Icon Warum KI-Stimmen jetzt in den Deepfake-Check müssen
Ab August verlangt der EU AI Act mehr Transparenz bei Deepfakes und bestimmten KI-generierten Inhalten. RMS-CEO Stefan Mölling erklärt im W&V-Interview, was das für KI-Stimmen in Audiospots bedeutet.
9 Minuten
TechTäglich
Apple: Das sind die Pläne für 2023
Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den Apple-Plänen 2023 und dem Besten zum Fest für die Kategorie "Fitness und Gesundheit".
4 Minuten
24. Nov 2022
Prozesschaos
WuV Community Icon Wie schlechte Prozesse das Marketing ausbremsen
Eine Allgeier-inovar-Studie zeigt, wie teuer ineffiziente Abläufe werden: Jeder dritte Beschäftigte verliert rechnerisch bis zu 28 Arbeitstage im Jahr. Im Interview erklärt Marketingleiter Boris Wöhlecke, warum KI allein daran wenig ändert.
8 Minuten
22. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige