Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Insider enthüllt: So verrückt wird Apples Wunderbrille

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V: Heute mit Apples verrückter Wunderbrille und dem Rauswurf der treuesten Twitter-Angestellten durch Elon Musk.
© W&V

Redet eigentlich noch jemand über die iPhone-15-Generation, die im Herbst erscheint? Oder über die nächste Apple Watch Series 9? Oder über die kommenden iMacs und MacBook Pros? Gefühlt gibt es bei Apple nur noch ein Thema: die neue Wunderbrille. Mal erscheint sie 2024, mal 2023. Mal wird das Frühjahr als Termin für die Präsentation genannt, mal die Apple-Entwicklerkonferenz WWDC in der ersten Juni-Woche. "RealityOS" ist allgegenwärtig. Jetzt meldet sich der US-Blogger Mark Gurman mit spannenden Specs zur Wunderbrille zu Wort. Gurman ist nicht irgendjemand. Seit Jahren gehört der Bloomberg-Autor zur Crème de la crème der Apple-Insider, die stets vorab und vor allem verlässlich Neuerscheinungen leaken. Gurmans Wort hat Gewicht und deshalb sollte man die neuen Details zur Brille ernst nehmen. Apples kommendes AR/VR-Headset heißt demnach "Reality Pro". Und Gurman ist sich sicher, dass wir die Wunderbrille im Juni auf der WWDC sehen werden. 

Besonders interessant ist diese Aussage des gut vernetzten Bloggers: Es werde kein iPhone für die Nutzung vorausgesetzt. Das Headset kann laut Gurman standalone eingerichtet und benutzt werden. Es verbindet sich selbst mit der iCloud und kann so benötigte Daten hoch- und runterladen. Warum überrascht dieser Weg von Apple? Bei der Apple Watch war es zum Start anders. Wer kein iPhone hatte, konnte als Early Adopter auch keine Apple Watch nutzen...

Somit wäre die Wunderbrille auch für Android-Userinnen und -User eine Kauf-Option. Wäre da nicht der Preis. Immer wieder warnen Experten, dass Apples Headset zunächst nicht für den Massenmarkt gedacht ist. Preise von etwa 3000 bis 5000 US-Dollar werden gehandelt. Erschwinglich wäre das nur für Unternehmen, aber eher nicht für Millionen Privatkunden. Apple will mit dem ersten Modell offenbar Erfahrungen im AR/VR-Bereich sammeln. Eine weitere Brille, die nicht vor Ende 2024 oder 2025 kommen könnte, dürfte dann "preiswerter" werden. Wobei das in der Gerüchteküche heißt: um 2000 US-Dollar. Und damit auch kein Schnäppchen!

Was könnte Privatkunden dazu bewegen, sich für einen solch hohen Preis eine Brille zuzulegen? Die besondere Experience, glaubt Gurman. Verrückt: Apple werde eine virtuelle Tastatur in die Wunderbrille einbauen. Die Texteingabe soll dann in der Luft erfolgen – mit Wischgesten. Minority Report lässt grüßen. Gurman schreibt aber, dass es noch zahlreiche Probleme bei Apple-internen Tests gegeben habe: "Eine wichtige Funktion für die Texteingabe – das Tippen in der Luft – ist bei den neuesten internen Prototypen verfügbar, wie mir gesagt wurde. Aber in Tests hat sie sich als heikel erwiesen. Apple hofft, nach der Veröffentlichung des Geräts schnell Verbesserungen vornehmen zu können. Das Unternehmen geht davon aus, dass das Headset in dieser Hinsicht denselben Weg einschlagen wird wie die ursprüngliche Apple Watch." Die smarte Uhr wurde bekanntlich ein Riesenerfolg. Nachdem Apple anfangs nicht sicher war, wie die Uhr im Markt positioniert wird, hat sie sich heute als Fitness- und Gesundheits-Gadget etabliert, bei einem Marktanteil von rund 60 Prozent. Bis die Wunderbrille solche Anteile erzielt, dürfte es 2030 werden. Oder später...

Das sind die weiteren Themen in TechTäglich am 28.2.2023:

Insider enthüllt: So verrückt wird Apples Wunderbrille

Google: 11 neue Funktionen für Android und Wear OS

Twitter: Elon Musk feuert fleißigste Angestellte

Nach Smartphone-Verkaufseinbruch: Auch PC-Markt am Boden

Nach 60 Jahren: Nokia ändert sein Logo

Neueste Beiträge

Realize ID
WuV Community Icon Taboola-CEO Singolda: Unser Gegenmodell zu Google und Meta
Mit Realize ID will Taboola Kaufabsichten aus Mediennutzung und Anzeigenkontakten vorhersagen. CEO Adam Singolda erklärt den Ansatz und die Unterschiede zu closed Loop-Verfahren von Google oder Meta.
6 Minuten
12. Okt 2026
Werbung in KI-Anwendungen
WuV Community Icon Warum ChatGPT Ads für Werbetreibende noch eine Blackbox sind
Agenturchef Hans Ratzmann testet ChatGPT Ads für Kunden und für seine Agentur. Im W&V-Interview erklärt er, was ihm bei der Steuerung fehlt und welche Aufgaben gesponserte KI-Agenten künftig übernehmen könnten.
7 Minuten
12. Okt 2026
Neue Markenplattform
WuV Community Icon Was hinter Lieferandos Wechsel zum neuen Werbespruch steckt
Mit „Bleib einfach im Moment“ verändert Lieferando seinen Markenauftritt. Gegenüber W&V erklärt das Unternehmen, was aus „Hör ich da Lieferando?“ wird und wie es künftig andere Lieferungen bewirbt.
4 Minuten
12. Okt 2026

Das könnte dich auch interessieren

Interview
WuV Community Icon KiK dreht nicht mehr: So entstehen die neuen TV-Spots mit KI
KiK lässt die visuellen Inhalte seiner neuen TV-Spots vollständig mit generativer KI erstellen. Factory-COO Marc Schnitzler erklärt, welche klassischen Gewerke sich dadurch ändern und wo der Mensch unverzichtbar bleibt.
8 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige