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M2 MacBook Air 2022 vs. M2 Pro 2022: Welches ist besser?

Heute in TechTäglich: Gleich zwei neue MacBook-Modelle wurden von Apple mit den neuen M2-Prozessoren ausgestattet. W&V vergleicht beide Laptops und verrät die zehn wichtigsten Unterschiede, die man vor dem Kauf kennen muss.
© W&V

Ab sofort sind zwei MacBooks mit dem neuen M2-Prozessor bei Apple im Angebot – das MacBook Pro und das MacBook Air.

Bei Leistung und Preis liegen die beiden Laptops ganz nah zusammen, bei der Technik dagegen nicht. Wir helfen bei der Entscheidung und verraten die zehn wichtigsten Unterschiede zwischen Pro und Air.

  • Neu vs. Alt: Das M2-MacBook Air steckt in einem komplett neuen und ultraflachen Gehäuse, das mit 11,3 Millimetern sogar dünner ist als das erste iPhone (!) von 2007 (11,6 Millimeter). Das neue Pro trägt mit 15,6 Millimetern deutlich mehr auf. Und eigentlich ist es ein alter Rechner, der sogar noch mit der animierten Funktionsleiste „Touch Bar“ von 2016 kommt. Sie war bei den Nutzern so wenig beliebt, dass Apple sie bei den neuen Pro-MacBooks mit 14 und 16 Zoll bereits 2021 abgeschafft hat. Tom's Guide vermutet, dass das neue Pro „nur existiert, weil Apple noch alte Komponenten übrig hatte“.
  • Größe und Gewicht: Mit 13,6 Zoll ist der Bildschirm des neuen Air etwas größer als beim Pro mit 13,3 Zoll. Allerdings kommt das Air mit der umstrittenen Kamera-Kerbe ("Notch") oben am Display – die im Alltag aber kaum zu bemerken ist. Dass das Air mit 1,24 Kilo 160 Gramm leichter ist als das Pro, spürt man schon eher.
  • Anschlüsse: Das M2-Pro kommt mit nur zwei Thunderbolt/USB 4-Anschlüssen – von denen einer zudem zum Laden dienen muss. Wer viel Zubehör anzuschließen hat, kommt um ein Dock kaum herum. Beim Air gibt der beliebte Magnet-Stromanschluss MagSafe sein Comeback. So bleiben beide Thunderbolt/USB 4-Plätze für einen Monitor oder anderes Zubehör übrig.
  • Akku: Hier hat das Pro die Nase vorn, mit 58,2 Wh statt 52,6 Wh beim Air. Das sorgt für rund zwei Stunden mehr Laufzeit, mit bis zu 17 Stunden beim Surfen und bis zu 20 Stunden für Video.
  • Tastatur: Die „Touch Bar“ des „neuen alten“ Pro ist ein nettes Gimmick – aber auch ein Auslaufmodell. Weder Apple noch externe Entwickler dürften hier noch neue Funktionen anbieten. Die klassischen „F“-Funktionstasten am Air, wie sie auch von Programmierern bevorzugt werden, sind in ihrer Schlichtheit und Nützlichkeit derzeit nicht zu übertreffen.
  • Kamera: Deutlicher Vorteil fürs Air beim Videochatten, mit modernerer 1080p-FaceTime-Kamera statt 720p beim Pro.
  • Sound: Auch hier zeigt sich, dass Air mit vier statt zwei Lautsprechern für das Stereo-System das modernere MacBook ist.
  • Leistung: Hier nehmen sich die beiden Rechner mit dem identischen M2-Chip laut erster Benchmarks praktisch nichts. Bei aufwändiger Multimedia oder Spielen hat das Pro aber leicht die Nase vorn, weil es über eine aktive Kühlung mit Ventilatoren verfügt. Wenn dem Air also schon heiß wird und die Hitzebremse „Thermal throttling“ droht, läuft das Pro immer noch in einem guten Temperaturbereich. Dafür bleibt das passiv gekühlte Air auch bei aufwändigeren Jobs flüsterleise. AppleInsider hält den Unterschied in der Praxis für gering.
  • Preise: Das „ganz neue“ MacBook Air startet bei 1.499 Euro, das „halb neue“ MacBook Pro bei 1.599 Euro. Beim Air gibt es dafür „nur“ eine 8‑Core Grafikeinheit, beim Pro sind es zehn Kerne. In der Praxis dürfte das aber nicht groß zu spüren sein. Wer beim Air auf zehn Kerne aufrüsten will, zahlt mit 1.849 Euro empfindlich mehr. Dafür sind dann aber auch 512 statt 256 GB SSD-Speicher an Bord. Diese Größe empfiehlt sich auch beim Pro, weil die 256 GB bis zu 50 Prozent langsamer lesen und schreiben als beim M1-Vorgänger. Offenbar hat Apple Schwierigkeiten bei der Lieferung der schnelleren Komponenten. Das Problem könnte auch das Air betreffen, Details gibt es aber noch keine. Generell ist das Air aber das modernere M2-MacBook, außer dem Akku und der aktiven Kühlung spricht wenig fürs Pro.
  • Alternativen: Beim MacBook Air ist nach wie vor der Vorgänger ab 1.199 Euro im Angebot. Die Leistung des M1-Chip dürfte für die allermeisten Zwecke locker ausreichen. Das Tempo liegt nur rund 20 Prozent unter dem M2. Wer sich am nicht mehr ganz frischen Gehäuse und der nicht mehr aktuellsten Technik (zum Beispiel Kamera) nicht stört, spart gegenüber dem M2-Air 300 Euro. Im Vergleich zum 13,3-Zoll-Pro ist das 14-Zoll-Modell von Herbst 2021 mit dem M1-Pro-Chip wesentlich moderner und schneller. Damit ist es der bessere Kauf – ab 2.249 Euro aber auch satte 650 Euro teurer.

Das sind die Themen im heutigen Tech-Täglich am 11.7.2022:

M2 MacBook Air 2022 vs. M2 Pro 2022: Welches ist besser?

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