Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Meta: "Neue Transparenz bei Werbeanzeigen" Augenwischerei?

Wieder mal führt Meta für Facebook und Instagram ein neues Transparenz-Tool in Bezug auf Tracking-Techniken ein. Hält der Plan, was er verspricht? Tolles Tool oder nur Taktik? Experten sehen das Werkzeug kritisch.
© W&V

Toll oder nur Taktik? Anzeigen auf Facebook und Instagram sollen künftig für Nutzerinnen und Nutzer transparenter sein, verspricht der Meta-Konzern in einem neuen Blog-Post. Dabei geht es konkret um das eingeblendete Pop-up "Warum sehe ich diese Anzeige?". Die Frage findet sich im Kontextmenü von oder unter Anzeigen und soll klarer über die Tracking-Techniken des Konzerns informieren. Bisher gab es an dieser Stelle eher dürftige Infos. So wurde nicht aufgeschlüsselt, welche Teile der Aktivitäten sich auf die Apps oder Dienste von Meta beziehen und welche darauf basieren, wonach Werbetreibende suchen.

 

Fraglich ist, ob der Konzern nun wirklich transparent wird. Tolles Tool oder Trick? Zweifel sind angebracht, auch wenn sich Meta an einer ausgiebigen Erklärung versucht. Darin heißt es wörtlich: 

      Ab heute wird das "Warum sehe ich diese Anzeige?"-Tool auf Facebook enthalten:

  • Zu Themen zusammengefasste Informationen darüber, wie deine Aktivitäten innerhalb und außerhalb unserer Technologien – wie z. B. das Liken eines Beitrags auf der Facebook-Seite eines Freundes oder die Interaktion mit deiner Lieblingssport-Website – die maschinellen Lernmodelle beeinflussen können, die wir verwenden, um die Anzeigen, die du siehst, zu gestalten und auszuliefern.
  • Neue Beispiele und Illustrationen, die erklären, wie unsere maschinellen Lernmodelle verschiedene Themen miteinander verbinden, um dir relevante Werbung zu zeigen. 
  • Mehr Möglichkeiten, unsere Anzeigensteuerung zu finden. Du kannst jetzt über zusätzliche Seiten im Tool "Warum wird mir diese Anzeige angezeigt?" auf die Anzeigeneinstellungen zugreifen.

Was bleibt Meta schuldig? Genaue Details, wann und wo Daten abgegriffen werden oder wurden, gibt es weiterhin kaum, auch wenn die Infos jetzt nach außen vermeintlich ausführlicher präsentiert werden. Meta versichert aber, man habe den "Rat von externen Datenschutzexperten und politischen Interessenvertretern" befolgt, gebe Nutzern "mehr Sicherheit" und erhöhe "die Verantwortlichkeit von Meta". Nach Jahren, in denen Meta undurchsichtig mit Daten umging, ein kleiner Fortschritt. Aber die Experten von Gizmodo kritisieren die Augenwischerei, offen bleibe nämlich "noch immer, mit welchen Seiten Nutzerinnen und Nutzer in den verschiedenen Kategorien interagiert haben oder wie oft und wie viel Zeit auf einer Seite verbracht wurde, damit der Algorithmus die Userinnen und User für ein Werbe-Produkt auswählt und markiert".

Das sind die Themen in TechTäglich am 16.2.2023:

Amazon: Jetzt doch ein 39-Euro-Ticket 

Meta: "Neue Transparenz bei Werbeanzeigen" Augenwischerei?

Pornhub & Co.: Behörden wollen Porno-Storno

Schlimmer Bug: Android 13 gefährdet Diabetiker

USA: McDonalds-KI-Roboter-Kellner sind Versager

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach. 

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

Neueste Beiträge

Twilio-Befragung
WuV Community Icon Was Kunden am KI-Service schätzen und was sie daran stört
Die meisten Unternehmen glauben, ihre Kunden seien mit dem KI-Service zufrieden. Eine Twilio-Befragung fällt dagegen ernüchternder aus. Dabei schätzen Verbraucher durchaus, was die Bots ihnen schon abnehmen.
5 Minuten
12. Okt 2026
Neue Markenplattform
WuV Community Icon Was hinter Lieferandos Wechsel zum neuen Werbespruch steckt
Mit „Bleib einfach im Moment“ verändert Lieferando seinen Markenauftritt. Gegenüber W&V erklärt das Unternehmen, was aus „Hör ich da Lieferando?“ wird und wie es künftig andere Lieferungen bewirbt.
4 Minuten
12. Okt 2026
Werbung in KI-Anwendungen
WuV Community Icon Warum ChatGPT Ads für Werbetreibende noch eine Blackbox sind
Agenturchef Hans Ratzmann testet ChatGPT Ads für Kunden und für seine Agentur. Im W&V-Interview erklärt er, was ihm bei der Steuerung fehlt und welche Aufgaben gesponserte KI-Agenten künftig übernehmen könnten.
7 Minuten
12. Okt 2026

Das könnte dich auch interessieren

Interview
WuV Community Icon KiK dreht nicht mehr: So entstehen die neuen TV-Spots mit KI
KiK lässt die visuellen Inhalte seiner neuen TV-Spots vollständig mit generativer KI erstellen. Factory-COO Marc Schnitzler erklärt, welche klassischen Gewerke sich dadurch ändern und wo der Mensch unverzichtbar bleibt.
8 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige