Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Mit KI gegen Sushi-Terrorismus

Kundinnen und Kunden fassen Sushi-Leckerbissen, die am Band vorbeilaufen, an und legen sie zurück. Auch Sojasaucenflaschen werden abgeleckt. Ein japanische Firma reagiert – und beobachtet Fehlverhalten jetzt per KI.
© W&V

Sushi am laufenden Band: In japanischen Restaurants sind Sushi-Laufbänder ein Hingucker. Aber sind sie auch appetitlich? Nein, sagen Kritiker, die immer mehr Menschen dabei beobachten, wie sie Löffel ablecken und sie anschließend wieder ins Wasabi-Töpfchen legen. Noch schlimmer sind jene Gäste, die einzelne Sushi-Leckerbissen anfassen, begutachten und dann wieder aufs Band legen. Soll das der Nächste wirklich essen? 

Die japanische Restaurantkette Kura Sushi, eine Tochter der Firma Sushiro, will dieses "Sushi-Terrorismus" genannte Verhalten jetzt mithilfe von Künstlicher Intelligenz stoppen. An den Sushi-Laufbändern des Unternehmens werden nun smarte Kameras angebracht. Sie sollen unhygenisches Kundenverhalten erkennen. Ab März beobachten die Cams in allen Filialen möglichen "Sushi-Terrorismus".  Wenn von der KI auffälliges Leck- und Schleck-Verhalten entdeckt wird, erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Laden einen Warnhinweis. 

"Wir wollen unsere KI-gesteuerten Kameras einsetzen, um zu überwachen, ob Kunden das Sushi, das sie mit der Hand genommen haben, wieder auf die Teller legen", erklärte ein Sprecher von Kura Sushi bei CNN. Die Kamera-Spione sind wohl auch eine Reaktion auf einen Clip, der jüngst viral ging: Dort ist zu sehen, wie ein Kunde Sojaflaschen und weitere Gegenstände vom Band ableckte. Er soll auch mehrere Leckerbissen angefasst und wieder auf den Teller zurückgelegt haben. Daraufhin brach die Aktie von Sushiro um 5 Prozent ein. Mit der KI-Aktion reagiert das Unternehmen auch auf wirtschaftliche Gefahren, wenn Kundinnen und Kunden aufgrund dieser unhygienischen Vorfälle wegbleiben. 

Das sind die Themen in TechTäglich am 14.2.2023:

ChatGPT Plus: Lohnt sich das neue Abo?

Neue Rechner und Abos von Apple

Mit KI gegen Sushi-Terrorismus

USA: Neuer SUV jagt Zombies und Radfahrer

Tubi täuscht Super-Bowl-Fans und sorgt für Unruhe

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

Neueste Beiträge

Qualität ≠ Wirkung
WuV Community Icon Wie Premiuminventar heute Wirkung beweisen kann
Premium-Publisher leben von dem Versprechen, mehr zu bieten als bloße Reichweite. Für Werbetreibende zählt heute aber insbesondere, ob sich dieser Qualitätsanspruch auch in Aufmerksamkeit, Markenwirkung und Performance-Daten niederschlägt. Im Interview erklärt Maik Rogge, COO & stellvertretender Geschäftsführer iq digital, wie sich journalistische Umfelder messen lassen, welche Publisher-Signale tatsächlich hilfreich sind und wo Programmatic, Contextual Targeting und KI an die Grenzen der Qualitätsversprechen stoßen. 
6 Minuten
Gastbeitrag
WuV Community Icon CUI für Marken-Websites: Wie der Kundendialog zur neuen Benutzeroberfläche wird
Ein Chatfenster allein macht eine Marke noch nicht dialogfähig. In seinem Gastbeitrag erklärt Erik Wend, Geschäftsführer von wendweb, warum Conversational User Interfaces (CUI) die klassische Website verändern – und welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, damit aus Navigation tatsächlich Kundendialog wird.
6 Minuten
Sleep-Tech-Marketing
WuV Community Icon 3.600 Euro, Abo, kein Store: Eight Sleeps Wette auf Deutschland
Deutschland ist für Eight Sleep nach eigenen Angaben der wichtigste Markt in Kontinentaleuropa. Das US-Unternehmen setzt hierzulande auf Podcasts, Spitzensport und eine Software, die möglichst unauffällig im Hintergrund arbeitet. Wie die Strategie funktioniert und was unabhängige Forschung über die Wirkung sagt.
10 Minuten
28. Aug 2026

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Vom digitalen Schaufenster zum AI Sales Consultant: Wie KI die Website neu definiert
Warum Marken und Agenturen Websites jetzt vom Content-Kanal zum intelligenten Beratungsraum weiterentwickeln müssen.
7 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige