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Netflix: Tennis-Fluch in Australien

Mit der aufwändigen Tennis-Doku "Break Point" wollte Netflix den Erfolg seiner Formel-1-Dramaserie "Drive to Survive" wiederholen. Doch bei den Australian Open sind bereits nach einer Woche alle Stars der Serie draußen.
© W&V

Netflix: Tennis-Fluch in Australien

Mit seiner Formel-1-Dramaserie "Drive to Survive", deren fünfte Staffel am 24. Februar startet, hat Netflix einen Mega-Erfolg gelandet – der die Autorennen beim jungen Publikum und vor allem in den USA so bekannt und beliebt wie nie zuvor gemacht hat. Mit der aufwändig inszenierten Tennis-Doku "Break Point" wollte der Streamingdienst jetzt eine Art "Serve to Survive" nachlegen. Doch die Premiere bei den Australian Open, die gerade in Melbourne laufen, ist gründlich missraten. Denn von den zehn Spielerinnen und Spielern, die im Mittelpunkt von "Break Point" stehen und mit denen Netflix Verträge abgeschlossen hat, waren neun in der zweiten Turnierwoche, die gerade gestartet ist, nicht mehr dabei. Siegergeschichten für die nächsten Folgen lassen sich so nicht erzählen.

Jetzt sind alle draußen

Die Süddeutsche Zeitung berichtet nicht unamüsiert vom sogenannten Netflix-Fluch, der in Melbourne gerade ein Riesenthema ist. Mittlerweile kursieren dort Fotos, auf denen neun der zehn Netflix-Helden mit einem Kreuz über ihrem Gesicht durchgestrichen sind. Nur der Kanadier Felix Auger-Aliassime spielte zuletzt noch mit. Netflix hatte nicht die ganz großen Namen der Szene wie Novak Djokovic oder Rafael Nadal engagiert – sondern Akteure der erweiterten Weltklasse, die Einblicke in ihren Alltag und in ihr Privatleben ermöglichen. Zu den Netflix-Opfern gehören in Melbourne der australische Exzentriker Nick Kyrgios, das italienische Tennis-Model Matteo Berrettini, die Weltranglisten-Zweite Ons Jabeur aus Tunesien oder Norwegen-Newcomer Casper Ruud. Auf seiner britischen Website beweist Netflix Selbstironie und beteuert: "Der Netflix-Fluch ist nicht echt." Vielleicht aber doch: Mit Felix Auger-Aliassime ist seit Montagmorgen nun auch der letzte Netflix-Held draußen.

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