Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Peloton in Not: Mitarbeiter raus, Preise rauf

Das Fitness-Fahrrad Bike+ kostet jetzt 500 Euro mehr, und das Laufband Tread legt sogar um 1.100 Euro zu. Neben drastischen Preiserhöhungen setzt Peloton auch beim Vertrieb die Axt an.
© W&V

Peloton in Not: Mitarbeiter raus, Preise rauf

Der neue Peloton-Chef Barry McCarthy fegt mit eisernem Besen durch, um den kriselnden US-Sportspezialisten wieder fit zu machen. Wie das Unternehmen aus New York jetzt mitteilte, verlieren 784 Mitarbeiter vor allem aus dem Vertrieb und dem Kundendienst ihre Jobs. Peloton schließt mehrere seiner Lager und Ladengeschäfte, dünnt den Kundenservice aus und erhöht die Preise seiner Geräte deutlich. Details nennt die deutsche Pressemitteilung mit der etwas verharmlosenden Überschrift "Ein Update zur Preisgestaltung von Peloton". Barry McCarthy, ehemaliger Finanzchef von Spotify, der seit Februar als Peloton-CEO die Scherben zusammenkehren soll, erklärt zu den drastischen Maßnahmen: "Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Einnahmen nicht mehr schrumpfen, sondern wieder wachsen. Cash ist Sauerstoff, Sauerstoff ist Leben."

Laufband um 1.100 Euro teurer

Die geschundene Peloton-Aktie, die in den letzten zwölf Monaten um rund 90 Prozent abstürzte, reagierte mit einem Kursplus von 14 Prozent auf die Nachrichten. Das Fahrrad-Flaggschiff Bike+ verteuert sich in Deutschland ab sofort von 1.995 Euro auf 2.495 Euro. Das Laufband Tread legt sogar um 1.100 Euro auf 3.795 Euro zu. Das Einstiegs-Bike bleibt dagegen unverändert bei 1.445 Euro. Und auch das Monatsabo von 39 Euro wird nicht angetastet.

Versand wird ausgelagert

Peloton spricht quasi von einer Rücknahme kürzlich erfolgter Preisreduzierungen: "Im April 2022 haben wir die Preise unserer Produkte gesenkt, um neuen Mitgliedern den Einstieg zu erleichtern. Heute aktualisieren wir die Preise für unsere ausgezeichnete Premium-Hardware." Den Versand seiner Produkte, den Peloton bisher selbst erledigt hatte, will die Firma künftig komplett auslagern. Der von den Kunden sehr geschätzte Aufbau und die Installation der Geräte zuhause dürften sich damit eher nicht verbessern. Bloomberg unkt: "Das Unternehmen räumte ein, dass eine solche Änderung nicht bei allen Käufern auf Gegenliebe stößt, da sich einige darüber beschwert haben, dass die Lieferdienste von Drittanbietern nicht mit dem eigenen Service von Peloton mithalten können."

Das sind die Themen von TechTäglich am 15. August 2022

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach. 

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

Neueste Beiträge

Neue Markenplattform
WuV Community Icon Was hinter Lieferandos Wechsel zum neuen Werbespruch steckt
Mit „Bleib einfach im Moment“ verändert Lieferando seinen Markenauftritt. Gegenüber W&V erklärt das Unternehmen, was aus „Hör ich da Lieferando?“ wird und wie es künftig andere Lieferungen bewirbt.
4 Minuten
12. Okt 2026
Werbung in KI-Anwendungen
WuV Community Icon Warum ChatGPT Ads für Werbetreibende noch eine Blackbox sind
Agenturchef Hans Ratzmann testet ChatGPT Ads für Kunden und für seine Agentur. Im W&V-Interview erklärt er, was ihm bei der Steuerung fehlt und welche Aufgaben gesponserte KI-Agenten künftig übernehmen könnten.
7 Minuten
12. Okt 2026
Realize ID
WuV Community Icon Taboola-CEO Singolda: Unser Gegenmodell zu Google und Meta
Mit Realize ID will Taboola Kaufabsichten aus Mediennutzung und Anzeigenkontakten vorhersagen. CEO Adam Singolda erklärt den Ansatz und die Unterschiede zu closed Loop-Verfahren von Google oder Meta.
6 Minuten
12. Okt 2026

Das könnte dich auch interessieren

Interview
WuV Community Icon KiK dreht nicht mehr: So entstehen die neuen TV-Spots mit KI
KiK lässt die visuellen Inhalte seiner neuen TV-Spots vollständig mit generativer KI erstellen. Factory-COO Marc Schnitzler erklärt, welche klassischen Gewerke sich dadurch ändern und wo der Mensch unverzichtbar bleibt.
8 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige