Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Pornhub und Co.: Behörden wollen Porno-Storno

Verlieren Pornhub und Co. ihre bisweilen minderjährige Kundschaft in den USA und Großbritannien? Die Behörden wollen künftig rigoroser das Alter von Konsumenten prüfen. Aber wer will sich schon gern vorm Schauen ausweisen?
© W&V

"Würden Sie gerne Ihren Ausweis vorzeigen, um sich online Pornos anzugucken?", fragt das Portal Techspot rhetorisch. Und legt damit die Messlatte hoch: Die wenigsten US-Bürger werden das wollen! In sieben US-Bundesstaaten wird es nun aber immer enger für Fans von Pornhub und Co., berichtet das Portal Ars Technica.

Der verschärfte Kampf für Porno-Storno!

Das ist hart: Mehrere Staaten kämpfen jetzt verschärft dagegen, dass Minderjährige sich Filmchen gönnen, die für Erwachsene gedacht sind. Louisiana galt als Vorreiter. Nun reihen sich Florida, Kansas, South Dakota und West Virginia ein, entsprechende Gesetze auf den Weg zu bringen. Arkansas, Mississippi und Virginia werden in Kürze folgen. Dabei nennen Vertreter der Behörden in Arkansas Pornografie-Konsum sogar "eine Krise der öffentlichen Gesundheit". Als schädlich stuft man dort "weibliche Brustwarzen, Schamhaare, Anus, Vulva oder Genitalien, Berühren, Streicheln oder Liebkosen von Brustwarzen, Brüsten, Gesäß, Anus oder Genitalien, Geschlechtsverkehr, Masturbation, Sodomie, Bestialität, orale Kopulation, Geißelung, Ausscheidungsfunktionen, Vorführung sexueller Handlungen oder andere sexuelle Handlungen" ein.

In dem Gesetzentwurf werden auch Experten zitiert, die den Porno-Konsum Minderjähriger verurteilen. Er habe negative Auswirkungen auf die Funktion und Weiterentwicklung des Gehirns. Auch könne er "abweichende sexuelle Erregung und schädliches Sexualverhalten" auslösen. Das Körperbild werde womöglich gestört.  

Nicht nur in den USA wird auf die Ausweispflicht für Online-Pornosites gedrängt. Schon in diesem Jahr könnte in Großbritannien ein ähnliches Gesetz verabschiedet werden, initiiert von konservativen Abgeordneten. Technikexperten stöhnen, diese Gesetze seien fragwürdig, weil technikbegeisterte Minderjährige sehr wohl wissen, dass sich entsprechende Porno-Websites auch mit VPNs besuchen lassen. Diese "Virtuell Private Networks" können von Unbeteiligten nicht eingesehen werden, werden zu günstigen Monats- oder Jahres-Abo-Preisen im Netz von Hunderten Anbietern verscherbelt. Mit einem solchen VPN kann man sich dann über Server in Ländern, deren Gesetzgebung noch lasch ist, auf Pornhub und Co. einloggen und erhält problemlos freien Zugang zu dem Erwachsenen-Content. Auch wenn man eigentlich in den USA sitzt…

Das sind die Themen in TechTäglich am 16.2.2023:

Amazon: Jetzt doch ein 39-Euro-Ticket 

Meta: "Neue Transparenz bei Werbeanzeigen" Augenwischerei?

Pornhub & Co.: Behörden wollen Porno-Storno

Schlimmer Bug: Android 13 gefährdet Diabetiker

USA: McDonalds-KI-Roboter-Kellner sind Versager

Die Cookiekalypse hält die Branche in Atem. Besser, man hat eine gute First-Party-Data-Strategie. Wie man die entwickelt, lernst du im W&V Executive Briefing.

Kennst du eigentlich schon unser KI-Update? Einmal pro Woche die wichtigsten Veränderungen zu KI im Marketing. Einordnung, Strategie, News, direkt in dein Postfach

Wie funktioniert eigentlich Tiktok? Einen schnellen und umfassenden Überblick gibt dir die aktuelle Ausgabe des W&V Executive Briefing zum Thema Tiktok.

Neueste Beiträge

Gastbeitrag
WuV Community Icon CUI für Marken-Websites: Wie der Kundendialog zur neuen Benutzeroberfläche wird
Ein Chatfenster allein macht eine Marke noch nicht dialogfähig. In seinem Gastbeitrag erklärt Erik Wend, Geschäftsführer von wendweb, warum Conversational User Interfaces (CUI) die klassische Website verändern – und welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, damit aus Navigation tatsächlich Kundendialog wird.
6 Minuten
Gaming-Marketing
WuV Community Icon Nicht Sponsor, sondern Teil des Spiels: Wie Das Handwerk Fortnite nutzt
Nach mehr als 350.000 Twitch-Zuschauern für sein Minecraft-Projekt und über 10.000 Android-Downloads für eine eigene App geht Das Handwerk nun auf Fortnite. Mike Schleiermacher von CarlNann erklärt, wann Marken im Gaming relevant werden und warum Reichweite und Spielzeit noch keinen Kommunikationserfolg belegen.
7 Minuten
28. Aug 2026
Sleep-Tech-Marketing
WuV Community Icon 3.600 Euro, Abo, kein Store: Eight Sleeps Wette auf Deutschland
Deutschland ist für Eight Sleep nach eigenen Angaben der wichtigste Markt in Kontinentaleuropa. Das US-Unternehmen setzt hierzulande auf Podcasts, Spitzensport und eine Software, die möglichst unauffällig im Hintergrund arbeitet. Wie die Strategie funktioniert und was unabhängige Forschung über die Wirkung sagt.
10 Minuten
28. Aug 2026

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Vom digitalen Schaufenster zum AI Sales Consultant: Wie KI die Website neu definiert
Warum Marken und Agenturen Websites jetzt vom Content-Kanal zum intelligenten Beratungsraum weiterentwickeln müssen.
7 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige