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Pornhub und Co.: Behörden wollen Porno-Storno

Verlieren Pornhub und Co. ihre bisweilen minderjährige Kundschaft in den USA und Großbritannien? Die Behörden wollen künftig rigoroser das Alter von Konsumenten prüfen. Aber wer will sich schon gern vorm Schauen ausweisen?
© W&V

"Würden Sie gerne Ihren Ausweis vorzeigen, um sich online Pornos anzugucken?", fragt das Portal Techspot rhetorisch. Und legt damit die Messlatte hoch: Die wenigsten US-Bürger werden das wollen! In sieben US-Bundesstaaten wird es nun aber immer enger für Fans von Pornhub und Co., berichtet das Portal Ars Technica.

Der verschärfte Kampf für Porno-Storno!

Das ist hart: Mehrere Staaten kämpfen jetzt verschärft dagegen, dass Minderjährige sich Filmchen gönnen, die für Erwachsene gedacht sind. Louisiana galt als Vorreiter. Nun reihen sich Florida, Kansas, South Dakota und West Virginia ein, entsprechende Gesetze auf den Weg zu bringen. Arkansas, Mississippi und Virginia werden in Kürze folgen. Dabei nennen Vertreter der Behörden in Arkansas Pornografie-Konsum sogar "eine Krise der öffentlichen Gesundheit". Als schädlich stuft man dort "weibliche Brustwarzen, Schamhaare, Anus, Vulva oder Genitalien, Berühren, Streicheln oder Liebkosen von Brustwarzen, Brüsten, Gesäß, Anus oder Genitalien, Geschlechtsverkehr, Masturbation, Sodomie, Bestialität, orale Kopulation, Geißelung, Ausscheidungsfunktionen, Vorführung sexueller Handlungen oder andere sexuelle Handlungen" ein.

In dem Gesetzentwurf werden auch Experten zitiert, die den Porno-Konsum Minderjähriger verurteilen. Er habe negative Auswirkungen auf die Funktion und Weiterentwicklung des Gehirns. Auch könne er "abweichende sexuelle Erregung und schädliches Sexualverhalten" auslösen. Das Körperbild werde womöglich gestört.  

Nicht nur in den USA wird auf die Ausweispflicht für Online-Pornosites gedrängt. Schon in diesem Jahr könnte in Großbritannien ein ähnliches Gesetz verabschiedet werden, initiiert von konservativen Abgeordneten. Technikexperten stöhnen, diese Gesetze seien fragwürdig, weil technikbegeisterte Minderjährige sehr wohl wissen, dass sich entsprechende Porno-Websites auch mit VPNs besuchen lassen. Diese "Virtuell Private Networks" können von Unbeteiligten nicht eingesehen werden, werden zu günstigen Monats- oder Jahres-Abo-Preisen im Netz von Hunderten Anbietern verscherbelt. Mit einem solchen VPN kann man sich dann über Server in Ländern, deren Gesetzgebung noch lasch ist, auf Pornhub und Co. einloggen und erhält problemlos freien Zugang zu dem Erwachsenen-Content. Auch wenn man eigentlich in den USA sitzt…

Das sind die Themen in TechTäglich am 16.2.2023:

Amazon: Jetzt doch ein 39-Euro-Ticket 

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