Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Studie: Klassische Spiele sterben aus

Sag mir, wo die Klassiker sind. Wo sind sie nur geblieben? Eine neue Untersuchung aus den USA schlägt Alarm. Die Verfügbarkeit klassischer älterer Spiele sinkt rapide. Warum auch Bibliotheken nicht helfen können, welche letzte Hoffnung die Macher der Studie haben.
© W&V

Eine neue Studie schlägt Alarm: Die ruhmreichen klassischen Videospiele sind vom Aussterben bedroht. Wie die Video Game History Foundation und das Software Preservation Network ermittelten, finden sich ältere Spiele fast gar nicht mehr im Markt. Die erschreckende Zahl: 87 Prozent von in den USA veröffentlichten klassischen Videogames sind gefährdet.

Das betrifft vor allem Spiele, die vor 2010 in den Handel kamen. So zeigte sich, dass etwa C64-Spiele kaum noch in digitalen Shops zu beziehen waren. Nur 4,5 Prozent der C64-Klassiker können derzeit online gekauft werden. Viel besser steht es auch nicht um Gameboy-Spiele (5,8 Prozent). 

Die Macher der Studie klagen an: "Es klingt verrückt, aber das ist die Realität, in der wir mit Videospielen leben, einer 180 Milliarden Dollar schweren Industrie, während die Spiele und ihre Geschichte verschwinden."

Auch in Bibliotheken nimmt die Zahl der klassischen Computerspiele rasant ab. Es fehlen auch alte Abspielgeräte. Da hilft eine Konservierung im digitalen Format auch nicht.

Frank Cifaldi, der Co-Director der Video Game History Foundation, gibt noch nicht ganz auf: "Ich hoffe, dass diese Studie die Menschen wachrüttelt. Seit Jahren wissen wir, dass die Verfügbarkeit klassischer Videospiele auf legalem und sicherem Weg katastrophal ist, aber niemand hat das jemals beziffert."

Seine letzte Ausfahrt für klassische Spiele-Konservierung in den USA ist der Digital Millennium Copyright Act (DMCA). Dieses Gesetz, das die Aufbewahrung von Classic Games regelt, könnte 2024 überarbeitet werden: "Wir hoffen, dass die Erhaltung von Videospielen dann gestärkt wird – bevor wir noch mehr verlieren."

Das sind die Themen in TechTäglich am 14.7.2023:

Verrückt! Ausgerechnet Cowboy hilft klammem VanMoof

Tickets und Merch: Dazn wird E-Commerce-Plattform

Studie: Klassische Spiele sterben aus

15 Kilo Hüftgold! Schmuggler mit 360 CPUs vom Zoll gefasst

So tickt die Gaming-Zielgruppe auf Tiktok

Neueste Beiträge

Interview
WuV Community Icon Darum landen viele Agenturen beim KI-Rollout im Chaos
KI-Tools gehören inzwischen zum Agenturalltag. Trotzdem bleibt der Produktivitätsschub oft aus. Tobias Hagenau erklärt, warum kulturelle und technische Hürden den KI-Rollout bremsen.
8 Minuten
14. Jul 2026
Agentic Commerce
WuV Community Icon KI im Handel: Warum Kunden die Kontrolle nicht abgeben
Mehr als jeder zweite Deutsche nutzt KI beim Online-Shopping, doch nur sechs Prozent würden ihr den Kauf überlassen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte-Studie. Für Händler beginnt der Wettbewerb um Vertrauen deshalb lange vor dem Checkout.
6 Minuten
14. Jul 2026
Brand Diagnostics
WuV Community Icon Warum das Döner Croissant von Lidl so wahnsinnig erfolgreich war
Seit einem Jahr setzt Lidl mit einem eigenen Team auf das Thema Talkability und will damit im Gespräch der relevanten Community sein. Ob das gelingt und wie der Discounter das misst, haben die Verantwortlichen auf der CMCX in Köln verraten.
4 Minuten
14. Jul 2026

Das könnte Sie auch interessieren

Audioproduktionen
WuV Community Icon Warum KI-Stimmen jetzt in den Deepfake-Check müssen
Ab August verlangt der EU AI Act mehr Transparenz bei Deepfakes und bestimmten KI-generierten Inhalten. RMS-CEO Stefan Mölling erklärt im W&V-Interview, was das für KI-Stimmen in Audiospots bedeutet.
9 Minuten
TechTäglich
Apple: Das sind die Pläne für 2023
Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit den Apple-Plänen 2023 und dem Besten zum Fest für die Kategorie "Fitness und Gesundheit".
4 Minuten
24. Nov 2022
Prozesschaos
WuV Community Icon Wie schlechte Prozesse das Marketing ausbremsen
Eine Allgeier-inovar-Studie zeigt, wie teuer ineffiziente Abläufe werden: Jeder dritte Beschäftigte verliert rechnerisch bis zu 28 Arbeitstage im Jahr. Im Interview erklärt Marketingleiter Boris Wöhlecke, warum KI allein daran wenig ändert.
8 Minuten
22. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige