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Lesedauer 3 Min.

Tickets und Merch: Dazn wird E-Commerce-Plattform

Der Sport-Streaming-Dienst Dazn kann den Kauf teurer Sportrechte offenbar nicht allein über Abos refinanzieren. Die neue langfristige Strategie sieht der Konzern in der Umwandlung vom reinen Inhalte-Anbieter zur E-Commerce-Plattform. Das sind die Pläne.
© W&V

Dazn hat gerade erst wieder Preise für Abos angehoben (W&V berichtete). In Deutschland zeigt der Dienst unter anderem die Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga live. Dazn Unlimited kostet 29,99 Euro pro Monat. Für viele Sport-Fans unerschwinglich. Profitabel ist die Streaming-Plattform offensichtlich immer noch nicht. Sport-Lizenzrechte sind teuer! Daher hat das Unternehmen jetzt eine neue Zukunftsstrategie entwickelt:

Dazn will in Zukunft nicht mehr nur Sport-Inhalte streamen. Derzeit wird daran gearbeitet, aus Dazn eine E-Commerce-Plattform zu machen. Unter anderem will die Firma dort Tickets für Sport-Live-Events und Sport-Merchandising verkaufen. Den Anfang macht eine Partnerschaft mit dem Schweizer Vermarkter Daimani. In einer Art Ticket-Shop auf der Dazn-Website können Kunden vorerst VIP-Tickets oder spezielle Event-Pakete buchen. Daimani bietet vorrangig Hospitality-Pakete für große Sport-Events an.

Ein Beta-Test für die neuen Funktionen ist noch für dieses Jahr geplant. Den Start machen eher teure Ticket-Pakete. So listet Dazn derzeit schon Bundles für die UEFA Euro 2024 in Deutschland. Hier geht es ab 1250 Euro los. Auch für die Rugby-WM können Dazn-Kunden Tickets erwerben – ab 399 Euro.

Später ist geplant, das Angebot weiterzuentwickeln, um die "ultimative Heimat für Sportfans" zu werden. Dann wird Dazn auch Wallets, Wetten und personalisierte Customer-Journeys anbieten. 

Die E-Commerce-Plattform will Dazn neben Deutschland auch in Großbritannien, Italien und Spanien aus der Taufe heben. Der Rollout ist langfristig aber rund um den Globus geplant. Der weltweite Markt für Sporttickets wird auf 40 Milliarden US-Dollar geschätzt. 

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