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Lesedauer 3 Min.

Supermärkte: Selbstbedienungs-Kassen wieder auf dem Rückzug

In den letzten Jahren galten Selbstbedienungs-Kassen im Einzelhandel als Allheilmittel, das zu schnelleren Abläufen und weniger Personalbedarf führen soll. Nun werden die Nachteile immer offensichtlicher, und eine Wende ist in Sicht.
© W&V

Jahrelang hat der Einzelhandel weltweit Selbstbedienungs-Kassen eingeführt, an denen die Kunden ihre Waren eigenhändig scannen und bezahlen können. Das soll die Abläufe vereinfachen und Personal sparen. Doch mittlerweile dreht sich dieser Trend wieder um. "Supermärkte verzichten auf Selbstbedienungs-Kassen. Das ist ein Zeichen dafür, dass wir uns gegen die Flut technischer Neuerungen wehren können", schreibt der Guardian. So schafft die britische Supermarktkette Booths jetzt ihre Kassenautomaten ab und ersetzt sie wieder durch "lebende, atmende, sprechende und denkende menschliche Kassiererinnen und Kassierer", so der Guardian.

Verdoppelter "Schwund" im Warenbestand

Laut CNN überdenken aktuell auch große US-Ketten wie Costco, Walmart und Wegmans den Einsatz von Self-Checkouts. Grund ist die Ablehnung durch viele Kunden – und vor allem die Nachteile der Technik für die Supermärkte, die mittlerweile immer offensichtlicher werden. So hat sich seit deren Einführung der sogenannte "Schwund" im Warenbestand in vielen Fällen verdoppelt. Diese Verluste setzen sich aus Diebstählen, technischen Fehlern und Irrtümern von Kunden zusammen, die mit der Technologie nicht zurechtkommen.

KI soll Diebstähle erkennen

In US-Supermärkten lassen sich teilweise knapp 40 Prozent der Diebstähle in Filialen auf die Self-Checkouts zurückführen. Zudem erfordern die Systeme einen höheren Personaleinsatz beispielsweise für Kontrollen, der Einsparungen wieder zunichte macht. Einige Ketten prüfen zum Erkennen von Diebstählen nun den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die KI soll auffällige Veränderungen am menschlichen Verhalten erkennen und das noch vorhandene Personal dann auf die entsprechenden Kunden aufmerksam machen.

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