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Swim-Win-Situation: Rechenzentren heizen Freibäder

Wenn öffentliche Freibäder Wärme benötigen, und Computerbetreiber Kühlung – dann bringt ein englisches Startup diese beiden Interessen jetzt unter einen Hut. Damit sparen alle Beteiligten.
© W&V

Swim-Win-Situation: Rechenzentren heizen Freibäder

Eine neue Idee aus England sorgt für eine klassische Win-Win-Situation. Oder besser gesagt, für eine Swim-Win-Situation. Denn während Freibäder und Hallenbäder Wärme benötigen und mit explodierenden Energiekosten kämpfen, blasen Rechenzentren Abwärme in die Luft und müssen ihre Computer kühlen. Das englische Startup Deep Green bringt nun beide Bedürfnisse unter einen Hut: Rechner, die an Schwimmbädern installiert werden, heizen die Becken. Und deren Wasser kühlt die Computer. CEO Mark Bjornsgaard erklärt zu seinem cleveren "digitalen Boiler": "Wir sehen Angebot und Nachfrage hier als zwei Seiten derselben Medaille." Wie die BBC berichtet, wurde die Lösung in einem ersten öffentlichen Bad im südwestenglischen Devon bereits installiert. Sieben weitere Standorte stehen vor dem Start.

Schwimmbadbetreiber zahlen 62 Prozent weniger für Wärme

97 Prozent des Stromverbrauchs solcher Hardware, so Rechenzentrums-Betreiber Bjornsgaard, werden in Hitze umgesetzt. Deshalb packt Deep Green seine Computer in Boxen von der Größe einer Waschmaschine. Darin sind sie in Mineralöl gelagert. Die Abwärme der Rechner heizt die benachbarten Schwimmbecken über einen Wärmetauscher auf bis zu 30 Grad. Deren Wasser kommt wiederum der Kühlung der Computer zugute. Das senkt laut Deep Green den Energiebedarf der Schwimmbadbetreiber um rund 62 Prozent. Die Computerfirma spart sich wiederum eine aufwändigere Kühlung ihrer Rechner. Für die Bäder ist die Technik kostenlos. Deep Green verdient an den Kunden, die für die Nutzung seiner Hochleistungsrechner für KI-Projekte bezahlen.

Das sind die Themen von TechTäglich am 20. März 2023:

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