Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Warum Tim Cook die Apple-Brille nicht aufsetzt

Immer am Vormittag die wichtigsten Meldungen des Tages – das ist TechTäglich, die Technik-Kolumne von W&V. Heute mit Apples PR-Trick zur "Vision Pro"-Brille und mit einer Stadt, die Kinder vor Smartphones schützt.
© W&V

Warum Tim Cook die Apple-Brille nicht aufsetzt

Apples Datenbrille "Vision Pro" (W&V berichtete) hält die Tech-Welt in Atem – und das wird auch noch ein paar Tage so bleiben. Über die Erfolgsaussichten des 3.500-Dollar-Headsets und seiner Nachfolger in den nächsten Jahren wird hitzig diskutiert. Bloomberg-Experte Mark Gurman sieht die "Nach-iPhone-Ära" bei Apple heraufziehen: "Aber bis es so weit ist, wird es noch Jahre dauern." Während beispielsweise das iPhone irgendwann den iPod abgelöst hat, und während das iPad den Mac bedroht, ist die "Vision Pro" laut Gurman die erste Apple-Neuheit, die potenziell die gesamte Modellpalette auslöschen könnte, mit iPhone, iPad und Mac.

Fünf Jahre bis zum Killer-Produkt

Mindestens fünf Jahre, so Gurman, wird es dauern, bis eine Apple-Brille eine ernstzunehmende iPhone-Alternative oder gar ein iPhone-Killer ist. Von der überteuerten ersten Version, die jetzt vorgestellt wurde, ist Bloombergs Apple-Guru noch nicht überzeugt: "Die Vision Pro hat keine Mobilfunkverbindung und kann nicht einmal selbständig telefonieren. Sie ist viel zu sperrig, um sie in der Stadt zu tragen. Und sie muss an ein externes Akkupack angeschlossen werden, das nur zwei Stunden Saft hat." Aber er prophezeit: "In den nächsten Jahren wird Apple in der Lage sein, diese Macken zu beheben und ein Gerät zu entwickeln, das alles kann und das man einfach haben muss."

Die meisten sehen mit einer Datenbrille albern aus

Business Insider bleibt vorerst skeptisch – aus einem ganz simplen Grund: "Apples Vision Pro hat einen bekannten fatalen Fehler: Sie ist eine Nerd-Brille, die die meisten Leute uncool aussehen lassen wird." Denn während ein teures iPhone oder eine Apple Watch Wohlstand und Attraktivität signalisieren, sehen demnach die meisten Menschen mit solch einer Datenbrille auf dem Kopf einfach nur albern aus. Das weiß auch Apple.

Bitte keine Fotos mit der Apple-Brille!

Deswegen haben Apples sorgfältig inszenierte PR-Fotos mit der Brille vor allem attraktive Frauen gezeigt, denen man so eine Taucherbrille auf dem Kopf eher verzeiht. Und deshalb hat auf der WWDC-Präsentation auch weder Konzernchef Tim Cook noch ein anderer Apple-Verantwortlicher die Brille aufgesetzt. Auch von den Influencern und Journalisten, die die "Vision Pro" danach antesten durften, wurden keine Bilder beim Tragen der Brille veröffentlicht. Wie ArsTechnica klug erklärt, will Apple genau kontrollieren, welche Bilder von seinem Headset zu sehen sind. Und alberne Memes von Tim Cook mit Taucherbrille auf dem Kopf sollen dringend vermieden werden. Fazit von ArsTechnica: "Apple muss es schaffen, die Vision Pro zu einem 'normalen' Technik-Gegenstand zu machen."

Das sind die Themen von TechTäglich am 7. Juni 2023:

Neueste Beiträge

Sleep-Tech-Marketing
WuV Community Icon 3.600 Euro, Abo, kein Store: Eight Sleeps Wette auf Deutschland
Deutschland ist für Eight Sleep nach eigenen Angaben der wichtigste Markt in Kontinentaleuropa. Das US-Unternehmen setzt hierzulande auf Podcasts, Spitzensport und eine Software, die möglichst unauffällig im Hintergrund arbeitet. Wie die Strategie funktioniert und was unabhängige Forschung über die Wirkung sagt.
10 Minuten
28. Aug 2026
Gastbeitrag
WuV Community Icon CUI für Marken-Websites: Wie der Kundendialog zur neuen Benutzeroberfläche wird
Ein Chatfenster allein macht eine Marke noch nicht dialogfähig. In seinem Gastbeitrag erklärt Erik Wend, Geschäftsführer von wendweb, warum Conversational User Interfaces (CUI) die klassische Website verändern – und welche Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, damit aus Navigation tatsächlich Kundendialog wird.
6 Minuten
Gaming-Marketing
WuV Community Icon Nicht Sponsor, sondern Teil des Spiels: Wie Das Handwerk Fortnite nutzt
Nach mehr als 350.000 Twitch-Zuschauern für sein Minecraft-Projekt und über 10.000 Android-Downloads für eine eigene App geht Das Handwerk nun auf Fortnite. Mike Schleiermacher von CarlNann erklärt, wann Marken im Gaming relevant werden und warum Reichweite und Spielzeit noch keinen Kommunikationserfolg belegen.
7 Minuten
28. Aug 2026

Das könnte dich auch interessieren

Anzeige
Vom digitalen Schaufenster zum AI Sales Consultant: Wie KI die Website neu definiert
Warum Marken und Agenturen Websites jetzt vom Content-Kanal zum intelligenten Beratungsraum weiterentwickeln müssen.
7 Minuten
US Supreme Court Urteil
WuV Community Icon Warum KI niemals träumt: Das Urheberrecht und die Seele der Kreativität
Der Supreme Court verweigert maschinell erzeugten Bildern das Urheberrecht. Was wie eine juristische Formalie wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung das tiefste Geheimnis unserer Branche: Wahre Kreativität ist untrennbar mit der menschlichen Existenz und all ihren Unzulänglichkeiten verbunden.
4 Minuten
9. Mär 2026
Künstliche Intelligenz und Ethik
WuV Community Icon Wenn Empathie-Simulation zur Gefahr wird: Tech-Giganten im Visier der Justiz
Die rasante Evolution generativer Sprachmodelle offenbart zunehmend ihre gesellschaftlichen Schattenseiten. Ein profilierter US-Anwalt, der derzeit Opfer von sogenannter „KI-Psychose“ vertritt, richtet nun eine drastische Warnung an die Technologiebranche: Die intime, unregulierte Bindung zwischen vulnerablen Nutzern und Chatbots berge ein massives, bislang massiv unterschätztes Eskalationspotenzial.
3 Minuten
16. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige